Zum Hauptinhalt springen

Rapid nach bitterem Europacup-Aus: „Ein fürchterlicher Abend“

Viel Frust bei Rapid nach dem EC-Aus
Viel Frust bei Rapid nach dem EC-AusChristian Hofer / Shutterstock Editorial / Profimedia

Der Traum von der Conference-League-Ligaphase ist geplatzt. Nach dem dramatischen Aus gegen Heart of Midlothian überwog bei Rapid die Enttäuschung – gleichzeitig richteten die Verantwortlichen den Blick bereits auf die kommenden Aufgaben.

Das Aus im Elfmeterschießen gegen Heart of Midlothian saß bei Rapid tief. Nach 120 Minuten hatte es 2:2 gestanden, im Elfmeterschießen mussten sich die Hütteldorfer schließlich mit 3:4 geschlagen geben. Entsprechend niedergeschlagen präsentierten sich Trainer, Spieler und Verantwortliche nach dem Schlusspfiff.

„Es gab Schlüsselmomente im Spiel, in denen wir nicht aufgepasst haben. Die zweite Hälfte war nicht gut, erst nach dem Gegentor und der Roten Karte haben wir wieder Rhythmus bekommen und Ruhe reingebracht. Die ersten 40 Minuten waren genau das, was wir wollten. Aber dann starten wir wieder nicht gut genug in die zweite Hälfte. Darüber haben wir gesprochen und da müssen wir lernen und besser werden“, analysierte Rapid-Coach Johannes Hoff Thorup.

Der Däne wollte den Fokus trotz der bitteren Niederlage rasch wieder nach vorne richten: „Wir sind gut, und das wird ein 2:2 nicht ändern. Heute ist ein fürchterlicher Abend, wir sind enttäuscht und ab morgen müssen wir wieder fokussieren und die guten Momente mitnehmen.“

Seidl: „Unser Ziel nicht erreicht“

Auch Kapitän Matthias Seidl zeigte sich enttäuscht, würdigte aber gleichzeitig die bisherige Europacup-Kampagne seiner Mannschaft.

„Wenn man unsere letzten Wochen anschaut, war es eigentlich ein super Start. Durch die Niederlage bringen uns die Erfolge in der Quali bis hierher aber nicht unbedingt etwas, weil wir unser Ziel nicht erreicht haben. Der Fußball ist kein Wunschkonzert“, sagte Seidl.

 

 

Vor allem defensiv ortete der Mittelfeldspieler Verbesserungspotenzial: „Von der Leistung war es sehr in Ordnung, vielleicht nicht unser bestes Spiel. Wir haben nach vorne gespielt, aber es ist uns nicht gelungen, die Restverteidigung gut herzustellen. So haben wir wieder zwei Gegentore zulassen müssen. Das 2:2 war im Endeffekt glücklich. Wenn man dann im Elfmeterschießen so verliert, tut das weh.“

Katzer kündigt Analyse an

Durch das Ausscheiden verpasst Rapid nicht nur den Einzug in die Ligaphase der UEFA Conference League, sondern auch Millionen-Einnahmen. Sportdirektor Markus Katzer kündigte dennoch besonnenes Handeln an.

„Wir werden schauen, was es für Möglichkeiten gibt, und versuchen, dass wir den bestmöglichen Kader in die Saison mitnehmen. Wichtig ist jetzt, nicht überstürzt zu handeln. Wir brauchen keine Schnellschüsse, sondern müssen jetzt einmal analysieren. Ich werde mit dem Trainer Gespräche führen, wie wir uns ausrichten wollen – auch kadertechnisch.“

Während bei Rapid die Enttäuschung überwog, freute sich Hearts-Trainer Wouter Vrancken über den Aufstieg: „Wir haben eine unglaubliche Mentalität gezeigt, sind immer wieder zurückgekommen. Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft.“

Fußball