Beide Rennen entschieden sich erst im zweiten Lauf. Thomas Steu und Wolfgang Kindl lagen nach dem ersten Durchgang nur drei Tausendstelsekunden hinter den führenden US-Amerikanern Marcus Mueller und Ansel Haugsjaa. Im Finale mussten sich die Österreicher lediglich den Italienern Emanuel Rieder und Simon Kainzwaldner geschlagen geben, auf Gold fehlten 0,068 Sekunden.
Bronze holten die Deutschen Tobias Wendl und Tobias Arlt. Das US-Duo fiel nach einem Fehler noch auf Rang sechs zurück. Der zweite österreichische Schlitten mit Juri Gatt und Riccardo Schöpf kam nach Fehlern in beiden Läufen bei seiner Olympia-Premiere auf Platz elf.
„Uns sind zwei sehr gute Läufe gelungen, wir haben alles herausgeholt“, sagte Steu. Kindl verwies auf das enge Niveau: „Es war ein extrem knappes Rennen, umso mehr freuen wir uns über die Medaille.“ Für beide ist es die zweite olympische Auszeichnung, für Kindl zudem ein versöhnlicher Abschluss nach dem enttäuschenden Einsitzer.

Egle/Kipp holen Bronze
Zuvor hatten Selina Egle und Lara Kipp bei der Premiere des Damen-Doppelsitzers Bronze gewonnen. Nach einem Fehler im ersten Lauf war eine Topplatzierung schwierig geworden, mit einem stabilen zweiten Durchgang sicherten sie sich jedoch Rang drei. Auf Gold fehlten 0,259 Sekunden. Der Sieg ging an die Italienerinnen Andrea Vötter und Marion Oberhofer vor den Deutschen Dajana Eitberger und Magdalena Matschina.
„Nach dem ersten Lauf war klar, dass es nach vorne schwer wird. Umso stolzer sind wir, dass wir es noch aufs Podest geschafft haben“, sagte Egle. Kipp ergänzte: „Der Druck bei Olympia ist spürbar, deshalb bedeutet diese Medaille sehr viel.“
Mit dem Sieg von Vötter und Oberhofer endete zugleich die deutsche Serie im Damen-Doppelsitzer: Erstmals seit 1994 ging Olympiagold in dieser Disziplin nicht an Deutschland.
