Ausgangspunkt der medialen Aufregung war ein Artikel der senegalesischen Tageszeitung Le Quotidien, der sich auf ein angeblich offizielles Statement des Stürmers von Al Nassr stützte. Diese Information wurde in der Folge rasch von zahlreichen internationalen Medien aufgegriffen und weiterverbreitet.
Der Schwindel flog jedoch vergleichsweise schnell auf. Nach Recherchen des Fachportals Sport News Africa, insbesondere von Journalist Malang Sané, der das direkte Umfeld des Spielers kontaktierte, stellte sich das Dokument als vollständige Fälschung heraus. Das Mané zugeschriebene Statement wurde demnach komplett von einer künstlichen Intelligenz erstellt.
Blick nach vorn mit den Lions de la Téranga
Tatsächlich hat sich der frühere Liverpool-Stürmer seit dem letzten Afrika-Cup öffentlich nicht mehr zu seiner internationalen Zukunft geäußert. Bei jenem Turnier hatte er lediglich angedeutet, dass es sein letzter Afrika-Cup sein könnte.
Aktuell steht der Rekordtorschütze Senegals den Lions de la Téranga weiterhin zur Verfügung. Eine offizielle Rücktrittserklärung von Sadio Mané liegt somit nicht vor.
Titel, Auszeichnungen und eine lange Karriere
Auch im Verein bleibt Mané zunächst weiter aktiv: Der Offensivspieler hat nich bis 2027 ein Arbeitspapier in Saudi-Arabien, wo er gemeinsam mit Cristiano Ronaldo aufläuft.
Mané gewann einst die Champions League, wurde zweimal zu Afrikas Fußballer des Jahres gewählt und holte Meistertitel sowohl in England als auch in Deutschland. Mit dem triumphierte er zudem beim Afrika-Cup. An Weltmeisterschaften nahm er insgesamt dreimal teil: 2018 in Russland, 2022 in Katar und zuletzt bei diesem Turnier in den USA, Mexiko und Kanada.

Wilde Schlussphase gegen Belgien
Gegen Belgien hatte der Senegal bis kurz vor Schluss mit 2:0 geführt, ehe die Partie noch dramatisch kippte. Nach dem Ausgleich in der regulären Spielzeit kassierten die Afrikaner in der Nachspielzeit der Verlängerung das entscheidende Gegentor durch einen Elfmeter.
Zum Match-Center: Belgien vs. Senegal
Mané selbst stand zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr auf dem Feld, er war bereits in der 93. Minute ausgewechselt worden. Es war zugleich sein 130. und letztes Länderspiel für sein Heimatland – in seiner gesamten Karriere im senegalesischen Trikot erzielte er 54 Tore.
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