"Tut extrem weh": Fabian Gratz nach Riesenslalom-Aus enttäuscht

Gratz konnte seine gute Ausgangsposition nicht nutzen
Gratz konnte seine gute Ausgangsposition nicht nutzenAA/ABACA / Abaca Press / Profimedia

Mit 0,71 Sekunden Rückstand auf den Bronzerang war Fabian Gratz im olympischen Riesenslalom in den zweiten Durchgang gestartet - doch bereits nach wenigen Augenblicken waren alle Restchancen durch einen Fahrfehler dahin. "Du fokussierst dich so lange und dann ist es so schnell vorbei, das tut extrem weh", sagte der 28-Jährige am Samstag sichtlich enttäuscht.

Als Zehnter des ersten Durchgangs hatte sich Fabian Gratz zuvor auf der Pista Stelvio in Bormio eine ordentliche Ausgangsposition erarbeitet, im zweiten Lauf versuchte der deutsche Skirennläufer dann, "eine direktere Linie zu wählen. Vielleicht bin ich es zu direkt angegangen."

Ob er auch am Montag beim Slalom (10 Uhr/13:30 Uhr, ZDF und Eurosport) an den Start gehen wird, konnte Gratz am Samstag noch nicht sagen: "Ich werde mit den Trainern sprechen, was unser Plan ist", erklärte er, "dann schauen wir mal, ob ich am Montag da bin."

Historischer Braathen-Sieg

Gratz' Teamkollegen zeigten sich mit ihren Leistungen beim historischen Olympiasieg des gebürtigen Norwegers Lucas Pinheiro Braathen, der für Brasilien das erste Gold bei Winterspielen überhaupt einfuhr, deutlich zufriedener.

Braathen hat Brasilien mit Gold beschenk
Braathen hat Brasilien mit Gold beschenkREUTERS/Angelika Warmuth

"Ich habe mir vorgenommen, deutlich aktiver Ski zu fahren", sagte Alexander Schmid nach seinem zweiten Lauf, der ihn noch von Rang 20 auf 13 brachte, "unter dem Strich muss ich sehr zufrieden sein."

Zumindest "halbwegs zufrieden", war auch Anton Grammel nach seinem 15. Platz, "bei Olympia bringt einem das natürlich nicht viel", stellte der 27-Jährige zugleich fest. Um "sehr zufrieden" zu sein, "hätte es schon ein deutlich besseres Ergebnis gebraucht."