Mit seinem Sieg im Super‑G sicherte sich Franjo von Allmen bereits seine dritte Goldmedaille bei diesen Spielen, nachdem er zuvor bereits Abfahrt und Team‑Kombination gewonnen hatte – ein außergewöhnlicher Coup in Bormio. Gleichzeitig ist er der überhaupt erste Schweizer Olympiasieger im Super‑G.
Wetter und Bedingungen forderten alles ab
Die Bedingungen bei der Entscheidung waren schwierig: Die Piste war wellig, schnell und technisch höchst anspruchsvoll, Schnee war teilweise weich, was vor allem für Läufer mit höheren Startnummern zur Herausforderung wurde. Trotzdem ließ sich von Allmen davon nicht beeindrucken und setzte bereits früh im Rennen die Bestzeit.
"Mir fällt langsam, aber sicher nichts mehr ein. Es fühlt sich an wie ein Traum, aus dem ich nicht aufwachen möchte“, so von Allmen im ORF-Interview. "Im Ziel war ich der Überzeugung, dass es nicht für das Podest reichen würde. Schon gar nicht für Gold. Irgendwie habe ich auch das Glück auf meiner Seite gehabt mit der Startnummer. Es läuft halt gerade.“
Österreicher verpassen Podest
Die heimischen ÖSV‑Starter blieben bei ihrem Super‑G‑Start am heutigen Mittwoch ohne Medaille. Raphael Haaser wurde als bester Österreicher Fünfter (+0,57).
Vincent Kriechmayr kam nicht über Platz sieben (+0,78) hinaus. Der Routinier, der erneut keine gute Fahrt ins Ziel brachte, zeigte sich enttäuscht: "Natürlich bin ich viel zu ehrgeizig, als dass mich das nicht anzipfen würde. Wenn man alles gibt, sich gut vorbereitet und sich viele Leute im Hintergrund den Allerwertesten aufreißen, dann tut es weh."

Marco Schwarz wurde 14. (+1,36), Stefan Babinsky landete auf Rang 21 (+1,72). Haaser kommentierte seine Fahrt offen: "Die Fahrt war von oben bis unten zu brav. Dann waren auch noch unsaubere Kurven dabei, wo ich gemerkt habe, dass es mir das Tempo runterreißt.“
