Als erste Skirennläuferin überhaupt wird Markthaler Südafrika bei Olympischen Spielen vertreten; drei Tage nach dem geplanten Debüt will sie auch im Slalom (10.00 Uhr/13.30 Uhr, ARD und Eurosport) starten. "Olympia ist mein Traum, seit ich ein kleines Mädel bin", erzählt Markthaler, deren Mutter aus Südafrika stammt, im Gespräch mit dem SID.
Als das kleine Mädel auf einem kleinen Hügel bei Dachau erstmals auf Skiern steht, ist es noch nicht einmal zwei Jahre alt. Mit dem Mountainbiken entdeckt das Multi-Talent eine zweite Leidenschaft, und als ihre Familie 2015 nach Whistler in Kanada auswandert, intensiviert sie beide Hobbys. Doch weil sie zu Olympia will, entscheidet sie sich für den Skirennsport.
Leuchtende Augen beim Weltcup-Debüt
Die Familie zieht zurück nach Europa in die Dolomiten, Markthaler will dort in einer Trainingsgruppe ihre Karriere voranbringen. Dann kommt Corona, obendrein trennen sich ihre Eltern - fortan schlagen sich Tochter und Vater Christian zu zweit durch. "Wir wurden in ein Ski-Nomadentum reingezwungen", blickt Markthaler zurück.
Mittlerweile leben beide in Innsbruck, für die optimale Olympia-Vorbereitung haben sie in diesem Winter ein Appartement in Cortina gemietet. Christian Markthaler ist Trainer, Servicemann und Manager in Personalunion, zudem bespielt er den Instagram-Account seiner Tochter, der derzeit 114.000 Follower zählt. "Wir sind ein echt gutes Team", schwärmt Lara, die ihre Schulausbildung per Onlineunterricht absolviert.
Ihr Weltcup-Debüt feierte Markthaler Mitte Januar beim Slalom im österreichischen Flachau. "Ich durfte mich neben Mikaela Shiffrin, Lara Colturi und Camille Rast aufwärmen", erzählt sie mit leuchtenden Augen. In wenigen Tagen wird sie ihre Idole erneut treffen. Dann bei den Olympischen Spielen.
