Jan Hörl legte mit 137,5 Metern einen optimalen Start hin, Stephan Embacher verteidigte die Führung im ersten Durchgang. Trotz wechselnder Seitenwinde hielten die Österreicher das hohe Niveau. Besonders Embachers 139-Meter-Sprung brachte einen komfortablen Vorsprung von über 20 Punkten ein.
Im dritten Durchgang sorgten Schneefall und lange Unterbrechungen für Unsicherheit. Nach Hörls erneut starkem Sprung wurde der Wettkampf schließlich vorzeitig beendet. Cheftrainer Andreas Widhölzl zeigte sich erleichtert: „Extrem gute Leistung der beiden. Es war nicht einfach, aber sie haben voll attackiert.“
„Wir sind mit einem guten Gefühl gestartet und wollten angreifen – das ist uns gelungen“, sagte Hörl im ORF. Man sei locker geblieben, obwohl die Anspannung groß gewesen sei. Die schwierige Wettersituation am Ende habe den Abbruch notwendig gemacht.

Silber ging an die Polen Pawel Wasek und Kacper Tomasiak, Bronze an die Norweger Johann Andre Forfang und Kristoffer Eriksen Sundal.
Der neue Superteam-Bewerb ersetzt bei diesen Spielen das klassische Mannschaftsspringen. Hörl hatte 2022 in Peking noch Team-Gold gewonnen, gemeinsam mit Embacher siegte er in dieser Saison bereits im Weltcup in Zakopane.
Mit diesem Erfolg hält das ÖOC-Team nun bei insgesamt 15 Medaillen (5 Gold, 7 Silber, 3 Bronze). Nach Fabio Gstreins Slalom-Silber sorgten Hörl und Embacher auch bei den Skispringern für ein wichtiges Erfolgserlebnis. Zuletzt war Österreich 2018 in Pyeongchang ohne Springermedaille geblieben.
