Snowboardcrosser Ulbricht mit "Wut und Hass" zum "versöhnlichen Abschluss"

Leon Ulbricht nach seinem zweiten Lauf im Snowboardcross
Leon Ulbricht nach seinem zweiten Lauf im SnowboardcrossREUTERS/Gonzalo Fuentes

Jeden seiner drei Läufe hatte Leon Ulbricht gewonnen, am Ende reichte es im Mixed-Wettbewerb am Sonntag gemeinsam mit Jana Fischer zu Rang sieben - der deutsche Snowboardcrosser hatte seinen Frieden mit den Olympischen Spielen in Norditalien gemacht. "Es ist ein versöhnlicher Abschluss", sagte der 21-Jährige, der trotz seines großen Potenzials im Einzel der Männer nach einem Crash mit Teamkollege Martin Nörl bereits im Viertelfinale ausgeschieden war: "Heute bin ich mit ein bisschen Wut und Hass gefahren, das hat mich ordentlich gepusht."

Auch wenn es in Livigno nicht zu Edelmetall reichte, hat der Athlet vom SC Rötteln eine vielversprechende Zukunft vor sich. "In vier Jahren kann extrem viel passieren", beschwichtigte er jedoch mit Blick auf die kommenden Spiele, "ich konzentriere mich erstmal auf die restliche Weltcupsaison."

Ulbricht sieht "sehr gute Performance"

Die Gegenwart für die deutschen Snowboarder hingegen sieht weniger rosig aus: Einzig Annika Morgan kann dem Team bei diesen Spielen im Slopestyle theoretisch noch eine Medaille bescheren, allerdings hat die 24-Jährige nur Außenseiterchancen.

Dennoch bescheinigte Ulbricht seinen Teamkolleginnen und -kollegen "eine sehr gute Performance", Jana Fischer bekräftige, dass die Medaillenbilanz nicht das Leistungsvermögen im Verband repräsentiere. So sei etwa Ramona Hofmeister im Parallel-Riesenslalom eine Kandidatin auf Edelmetall gewesen, "manchmal läuft es einfach unglücklich." Hofmeister hatte ihre Hoffnungen am vorigen Wochenende bereits nach dem Viertelfinale begraben müssen.


Erwähnungen