Mit viel Selbstvertrauen aus den erfolgreichen Testspielen im Rücken legte Österreich einen starken Start in die neue European-League-Saison hin. Gegen Finnland, den amtierenden Golden-League-Champion und WM-Achtelfinalisten des Vorjahres, präsentierte sich die Mannschaft von Teamchef Adam Swaczyna zunächst auf Augenhöhe.
Die Gastgeber erspielten sich früh Vorteile und brachten ihre Führung im ersten Satz souverän ins Ziel. Mit aggressivem Service, mutigem Angriffsspiel und hoher Effizienz überraschte die ÖVV-Auswahl den Favoriten und sicherte sich den Auftaktsatz mit 25:21.
„Wir haben sehr aggressiv begonnen und smarten Volleyball gespielt“, lobte Teamchef Swaczyna den Auftritt seiner Mannschaft in der Anfangsphase.
Finnlands Block entscheidet die Partie
Mit Beginn des zweiten Satzes änderte sich das Bild jedoch grundlegend. Die Finnen erhöhten den Druck deutlich und fanden vor allem am Netz immer bessere Lösungen. Österreich hatte zunehmend Probleme, die massive Blockarbeit der Gäste zu überwinden.
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Der zweite Durchgang entwickelte sich rasch zur klaren Angelegenheit. Finnland dominierte das Geschehen und glich mit einem deutlichen 25:12 nach Sätzen aus. Besonders die Blockstatistik sprach eine eindeutige Sprache: Insgesamt kamen die Nordeuropäer auf beeindruckende 21 direkte Blockpunkte.
Auch in den folgenden beiden Sätzen konnten die Österreicher nur in den Anfangsphasen mithalten. Sobald Finnland sein Tempo erhöhte, wuchs der Abstand kontinuierlich an. Mit 25:17 und 25:16 machten die Gäste den 3:1-Erfolg schließlich perfekt.
„Leider konnten wir unser Niveau nicht halten, die Finnen haben ihrerseits ihr Level gehoben. Wir haben dann auch nicht mehr die besten Lösungen gefunden“, analysierte Swaczyna.
Buchegger sieht wertvolle Erkenntnisse
Trotz der Niederlage nahm Österreich einige positive Aspekte aus dem ersten Pflichtspiel der Saison mit. Vor allem der starke erste Satz zeigte, dass die Mannschaft auch gegen internationale Topgegner konkurrenzfähig sein kann.
Topscorer der Österreicher war Superlega-Legionär Paul Buchegger mit 15 Punkten. Auch er sah nach dem Spiel wertvolle Erkenntnisse für die kommenden Aufgaben.
„Die Finnen haben sicher nicht mit dem Niveau gestartet, mit dem sie aufgehört haben. Das haben wir ausgenutzt. Dann haben sie den Druck erhöht und uns überrumpelt“, erklärte der Diagonalangreifer. Gleichzeitig zeigte er sich optimistisch: „Wir können einiges aus dem Spiel mitnehmen. In der Vorbereitung haben wir gezeigt, dass wir besser servieren und annehmen können. Dann wird unser ganzes Spiel stabiler.“
Die nächste Gelegenheit auf die ersten Punkte bietet sich bereits am Sonntag. Dann trifft Österreich erneut in Schwechat auf Montenegro und will die gute Leistung aus dem ersten Satz gegen Finnland über eine längere Distanz bestätigen.
