Österreich startet Davis-Cup-Quali in Tokio

Rodionov ist vor dem Duell mit Japan in guter Form
Rodionov ist vor dem Duell mit Japan in guter FormČTK / AP / Istvan Derencsenyi

Am Freitag beginnt für das österreichische Davis-Cup-Team im Ariake Coliseum in Tokio die Begegnung der ersten Qualifikationsrunde zu den Davis Cup Final 8 gegen Japan. Teamchef und ÖTV-Sportdirektor Jürgen Melzer hat am Donnerstag die Aufstellung für den ersten Spieltag bekanntgegeben.

Zum Auftakt setzt Österreich auf Sebastian Ofner und Jurij Rodionov. Ofner bestreitet das erste Einzel am Freitag um 6.00 Uhr MEZ (live auf ORF 1) gegen Yosuke Watanuki. Anschließend trifft Rodionov auf Japans Nummer eins Shintaro Mochizuki.

Für das Doppel am Samstag (5.00 Uhr MEZ, live auf ORF SPORT+) sind Lucas Miedler und Alexander Erler nominiert, die voraussichtlich gegen Takeru Yuzuki und Watanuki antreten. Im Anschluss ist zunächst das Einzel zwischen Ofner und Mochizuki sowie ein mögliches Entscheidungsmatch zwischen Rodionov und Watanuki vorgesehen.

Melzer entscheidet sich für Ofner und Rodionov

Melzer begründete seine Wahl damit, dass alle drei zur Verfügung stehenden Einzelspieler im Training einen guten Eindruck hinterlassen hätten. Letztlich habe das Gesamtbild den Ausschlag gegeben.

Zum Matchcenter: Japan - Österreich

"Es ist oft ein Bauchgefühl, dass ich mich in dem Fall jetzt für Ofner und Rodionov entschieden habe. Jurij hat heuer ja schon sehr viele Matches gewonnen, man sieht auch, dass er Selbstvertrauen hat. Und bei Sebastian war es so, dass er eine wirklich gute Trainingswoche absolviert hat, und ein Spieler seiner Klasse kann an solch einem Wochenende schon wichtig sein", begründet Melzer seine Wahl.

Die Aufstellung der Gastgeber überraschte Melzer nicht. Auf einen Einsatz von Kei Nishikori wird Japan voraussichtlich verzichten. Die beiden eingesetzten Spieler habe man im Vorfeld beobachten können, entsprechend vorbereitet gehe man in die Begegnung.

Für enges Duell gut vorbereitet

Ofner zeigte sich zufrieden mit der Vorbereitung und betonte, dass er seinen Gegner gut einschätzen könne: "Er kann richtig gut spielen. Da muss ich mich echt auf mich selbst und mein Spiel konzentrieren – und schauen, dass ich ihm so wenig wie möglich die Chance gebe, das Kommando zu übernehmen."

Melzer erwartet insgesamt ein enges Duell. Für einen Erfolg über das gesamte Wochenende werde eine konstante Leistung notwendig sein. Aus seiner Sicht gehe die Begegnung ohne klaren Favoriten in die Entscheidung.