French-Open-Star Lys über Freundschaften im Profitennis: "Nicht oberflächlich"

Eva Lys hat sich zu ihrem Leben hinter dem Profitennis geäußert.
Eva Lys hat sich zu ihrem Leben hinter dem Profitennis geäußert.REUTERS/Claudia Greco

Eva Lys kam im legeren pinken Dress, nahm einen Schluck aus der Wasserflasche und sprach dann nach ihrem befreienden Auftaktsieg in Paris über die neuen "cool Kids" des Tennis. "Das macht die Karriere ein bisschen schöner", sagte die 24-Jährige über ihre enge Verbindung zu gleich einer handvoll vermeintlicher Konkurrentinnen - und lächelte.

Lys, die in Paris mit einem 6:3, 6:0-Erfolg gegen die Kroatin Petra Marcinko einen Start nach Maß hinlegte, ist seit ihrem Aufstieg in der vergangenen Saison nicht allein sportlich präsent. Auch mit ihren Aktivitäten in den Sozialen Medien sorgt sie immer wieder für Aufsehen, auffällig häufig taucht sie in den offiziellen Kanälen der Turniere und ihrer Sponsoren auf.

Die Online-Vermarktung ist längst ein bedeutender Faktor für die Profis, den selbstredend auch Alexander Zverev, der am Mittwoch auf den Tschechen Tomas Machac trifft, viel einsetzt. Lys' gewährt aber noch einmal mehr Einblicke in ihr Leben abseits der Courts und betont, dass die vielen Eindrücke nicht allein für Social Media entstünden.

Keine Freundschaften? Bei Lys "von Tag eins an anders"

Auch kurz vor dem Start in Paris sorgte sie mit einem kurzen Reel für Aufsehen: Lys drückt im schicken roten Abendkleid noch schnell auf's Knöpfchen. Dann eilt sie zu Geburtstagskind Alexandra Eala, der Weltranglisten-37. von den Philippinen, der US-Amerikanerin Iva Jovic und der Türkin Zeynep Sönmez und gemeinsam halten sie den Moment eng umschlungen fest. Szenen, die unter anderem auch vom Streaminganbieter Tennis Channel gezeigt wurden, die neuen "Cool Kids des Tennis" seien wieder los, hieß es.

"Früher sagte man ja immer, Freundschaften im Sport sind nicht möglich. Oder wenn man Wettkämpfer ist, ist es nicht möglich. Aber bei mir war es von Tag eins an anders", sagte Lys über ihren Weg, der sie keinesfalls von Erfolgen abhalten soll.

Sie gestaltet ihre Karriere, die im vergangenen Jahr so richtig an Fahrt aufgenommen hat, auf ihre Art. Vor allem mit der Ukrainerin Marta Kostyuk, der Paris-Titelverteidigerin Coco Gauff und auch mit der Spanierin Paula Badosa zeigt sie sich immer wieder. Ob in feiner Garderobe, mit Drinks oder beim Herumalbern.

Sie alle könnten verstehen, "wieviel man aufgeben" musste, um in dem Sport erfolgreich zu werden, so Lys: "Das sind einfach Mädels, die haben denselben Alltag." Und kämpfen ebenfalls in dem Millionenbusiness beharrlich um Erfolge, in direkten Duellen ziehe jede von ihnen durch.

Cirstea als nächste Hürde in Paris

Lys, die sich in Paris jetzt vor ihrem Zweitrundenduell am Mittwoch vermehrt auf die erfahrene Rumänin Sorana Cirstea konzentriert, spart abseits des Platzes auch ernste Themen nicht aus. Sie spricht über ihre rheumatische Erkrankung, prangert Hate Speech an und kritisierte zuletzt auch einen Teil der Medien für negative Grundhaltung ihr gegenüber in einer Saison, die bislang durchaus knifflig war.

Zum Match-Center: Eva Lys vs. Sorana Cirstea

In Paris hat sie nun einen auffälligen Start hingelegt. Sowohl auf dem Platz als auch in der virtuellen Welt.