In Panik gerate er deswegen nicht, hatte Struff kurz vor seiner Absage in München gesagt. "Es hilft natürlich, dass man viele Dinge in der Karriere schon durchlebt hat", sagte er und gab zu: "So eine Situation fühlt sich generell nicht gut an. Das ist einfach normal. Der Umgang damit ist das Wichtige." Er versuche, sich "das Selbstverständnis" durch Training und viele Matches wieder zu erarbeiten, fügte Struff hinzu und wurde nun belohnt.
Zum Match-Center: Jan-Leannard Struff vs. Alexandre Müller
"Der Sieg heute tat einfach gut", sagte Struff bei Sky. Nach einem "brutalen Start" sei es ihm gelungen, "trotzdem wieder Energie auf den Platz zu bringen".
Madrid erneut als Mutmacher?
Das Turnier in der Höhe der spanischen Hauptstadt mag Struff besonders gerne. 2023 gelang ihm mit dem Finaleinzug bei dem hochklassig besetzten Event einer der größten Erfolge seiner Karriere, ein Jahr später kam Struff immerhin ins Achtelfinale. Zweimal brachte er dabei den spanischen Tennisstar Carlos Alcaraz an den Rand einer Niederlage.

Gegen Müller, Nummer 95 der Weltrangliste, lag Struff schnell mit zwei Breaks in Rückstand, kämpfte sich aber wieder heran und bewies auch im Tiebreak starke Nerven. Der zweite Satz verlief dann einseitig.
