Allgemeine Infos: Die wichtigsten Fakten auf einen Blick
Datum: 29. Juni bis 12. Juli 2026
Kategorie: Grand Slam
Belag: Rasen (Outdoor)
Ort: London (Wimbledon), England
Vorjahressieger: Jannik Sinner (Italien)
Teilnehmer
Die Favoriten
Als absoluter Top-Favorit geht die aktuelle Nummer eins der Welt und Titelverteidiger Jannik Sinner ins Rennen. Er führt die obere Tableauhälfte an. Nach seinem jüngsten Triumph bei den French Open gilt auch der an Position zwei gesetzte Alexander Zverev als einer der heißesten Anwärter auf den Titel. Zum erweiterten Favoritenkreis gehören die US-Amerikaner Ben Shelton und Taylor Fritz, die sich in den Vorbereitungsturnieren in guter Form präsentierten.
Auch Rekordsieger Novak Djokovic ist trotz niedrigerer Setzung (Nummer 7) niemals abzuschreiben und startet gegen Yibing Wu.
Die Absagen
Für ein Beben im Vorfeld sorgte die Absagen-Welle. Allen voran die Absage des spanischen Superstars und zweifachen Siegers Carlos Alcaraz (ATP-Nr. 2) wiegt schwer. Ebenfalls nicht mit dabei sind Holger Rune, Lorenzo Musetti, Sebastian Korda, Tomas Machac, Arthur Cazaux und US-Riese Reilly Opelka.
Lokalmatadoren
Die britischen Hoffnungen ruhen in Abwesenheit früherer Spitzenkräfte vor allem auf Cameron Norrie sowie den per Wildcard ausgestatteten Jack Draper, der von Andy Murray trainiert wird. Zudem muss man Auge auf die Youngsters Jacob Fearnley, Arthur Fery und Felix Gill haben.
Deutsche / österreichische Teilnehmer:
Aus deutscher Sicht zieht Alexander Zverev alle Blicke auf sich. Der frischgebackene French-Open-Sieger startet seine Mission Wimbledon-Titel in der ersten Runde gegen den Belgier Alexander Blockx.
Neben Zverev schlagen aus Deutschland unter anderem Jan-Lennard Struff, Yannick Hanfmann und Daniel Altmaier auf. Tom Gentzsch (2. Runde) und Henri Squirw (1. Runde), sowie JJ Schwärzler und Lukay Neumayer (beide 1. Runde) aus österreichischer Sicht scheiterten in der Qualifikation.
Special Guests
Zu den ganz besonderen Attraktionen im diesjährigen Turnier zählen der unverwüstliche Schweizer Altmeister Stan Wawrinka, der dank einer Wildcard im Hauptfeld steht und einen Erstrunden-Kracher gegen Matteo Berrettini bestreitet. Auch der bulgarische Routinier Grigor Dimitrov wurde mit einer Wildcard ausgestattet.
ATP-Punkte & Preisgeld
Bei den Wimbledon Championships geht es traditionsgemäß um die vollen 2.000 Weltranglistenpunkte für den Sieger des Turniers. Der Finalist darf sich über 1.300 Punkte freuen, während das Erreichen des Halbfinals mit 780 Zählern prämiert wird. Selbst für ein Ausscheiden in der ersten Runde wandern noch 10 Punkte auf das Konto der Profis.
Die Veranstalter schütten im Jahr 2026 eine historische Rekordsumme an die Profis aus. Das Gesamtpreisgeld wurde um fette 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr angehoben und liegt bei 64,2 Millionen britischen Pfund – was umgerechnet etwa 79,2 Millionen Euro entspricht. Die Sieger im Einzel der Herren und Damen streichen jeweils einen Scheck über 3,6 Millionen Pfund ein, was umgerechnet ca. 4,45 Millionen Euro entspricht. Selbst wer in der 1. Runde die Segel streichen muss, nimmt ein stattliches Trostpflaster von 80.000 Pfund bzw. 99.000 Euro mit nach Hause.
Spieplan Wimbledon 2026
Der tägliche Zeitplan sieht vor, dass die Matches auf den Außenplätzen ab 11:00 Uhr Ortszeit (12:00 Uhr deutscher Zeit) beginnen, während auf den großen Showcourts (Center Court und Court 1) planmäßig ab 13:00 Uhr bzw. 14:00 Uhr Ortszeit (14:00/15:00 Uhr deutscher Zeit) aufgeschlagen wird.
1. Runde: Montag, 29. Juni, ab 12:00 Uhr
1. Runde: Dienstag, 30. Juni, ab 12:00 Uhr
2. Runde: Mittwoch, 01. Juli, ab 12:00 Uhr
2. Runde: Donnerstag, 02. Juli, ab 12:00 Uhr
3. Runde: Freitag, 03. Juli, ab 12:00 Uhr
3. Runde: Samstag, 04. Juli, ab 12:00 Uhr
Achtelfinale: Sonntag, 05. Juli, ab 12:00 Uhr
Achtelfinale: Montag, 06. Juli, ab 12:00 Uhr
Viertelfinale: Dienstag, 07. Juli, ab 12:00 Uhr
Viertelfinale: Mittwoch, 08. Juli, ab 12:00 Uhr
Halbfinale: Freitag, 10. Juli, ab 14:00 Uhr
Finale: Sonntag, 12. Juli, nicht vor 15:00 Uhr
Vergangene Gewinner
Wimbledon hat einige der epischsten Geschichten des Tennissports geschrieben und die legendärsten Spieler aller Zeiten hervorgebracht. Als unangefochtener Rekordsieger der Open Era thront der Schweizer Roger Federer mit sagenhaften acht Einzeltiteln über allen anderen. Dicht auf den Fersen ist ihm Novak Djokovic mit sieben Triumphen.
Aus deutscher Sicht ist der Rasen-Klassiker untrennbar mit dem Namen Boris Becker verbunden, der das Turnier dreimal gewann (1985, 1986, 1989) und als jüngster Sieger Geschichte schrieb. Auch Michael Stich trug sich 1991 in die Siegerliste ein. Österreich wartet im Herreneinzel bislang noch auf einen historischen Champion an der Church Road.
Die letzten fünf Sieger:
2025: Jannik Sinner (Italien)
2024: Carlos Alcaraz (Spanien)
2023: Carlos Alcaraz (Spanien)
2022: Novak Djokovic (Serbien)
2021: Novak Djokovic (Serbien)
Rekordsieger:
Roger Federer (Schweiz) – 8 Titel (2003, 2004, 2005, 2006, 2007, 2009, 2012, 2017)
Novak Djokovic (Serbien) – 7 Titel (2011, 2014, 2015, 2018, 2019, 2021, 2022)
Pete Sampras (USA) – 7 Titel (1993, 1994, 1995, 1997, 1998, 1999, 2000)
Einige der nennenswertesten Sieger der Geschichte:
Björn Borg (Schweden) – 5 Titel in Serie (1976–1980)
Boris Becker (Deutschland) – 3 Titel (1985, 1986, 1989)
Rafael Nadal (Spanien) – 2 Titel (2008, 2010)
Michael Stich (Deutschland) – 1 Titel (1991)
Übertragung im deutschen Fernsehen
Tennisfans in Deutschland müssen auch 2026 keine Minute des Rasen-Spektakels verpassen. Die exklusiven Übertragungsrechte für das deutsche Fernsehen sowie den Streaming-Markt liegen beim Pay-TV-Sender Prime Video. Sublizenzen oder Übertragungen im Free-TV gibt es nicht.
