An der Church Road heißt es schließlich mal wieder: Achtung, Achtelfinale! Für Zverev ging es bislang nie weiter, dreimal musste er in der Runde der letzten 16 schwer enttäuscht seine Tennistasche packen und die Heimreise antreten. Im vierten Anlauf soll nun endlich der Befreiungsschlag gelingen, und Zverev fühlt sich bereiter denn je für die Aufgabe.
"Ich habe das Gefühl, dass das Turnier für mich dieses Jahr aus irgendeinem Grund gerade erst richtig losgeht", sagte Zverev nach dem 6:2, 7:6 (7:4), 6:4 in Runde drei gegen Marcos Giron aus den USA. Und auch wenn der Hamburger gegen den Weltranglisten-92. eine durchwachsene Leistung zeigte, war er mit seinem eigenen Auftritt auf Court 1 glücklich. Trotz der "paar Probleme im zweiten Satz" habe er "ein relativ klares Match gegen einen relativ guten Gegner" gespielt, sagte Zverev: "Ich fühle mich wohl auf dem Platz."
Zverev warnt vor Lehecka
Grundsätzlich spiele er "viel besser als in den vergangenen Jahren", meinte Zverev, der im bisherigen Turnierverlauf nur einen Satz abgab: "Ich bin zufrieden mit meiner aktuellen Position. Ich bin zufrieden mit meiner Spielweise. Ich möchte so weitermachen." Auf seiner Mission in London stärke dabei "natürlich" der erste Grand-Slam-Sieg das eigene Selbstvertrauen. "Ich glaube", sagte Zverev, "jeder würde sich gerne als French-Open-Sieger für Wimbledon anmelden, oder? Natürlich ist das sehr hilfreich für mich."
Zverev spürt, dass 2026 wirklich etwas möglich ist. Doch auch er weiß, dass die echten Prüfungen erst noch auf ihn warten. Im Achtelfinale am Montag geht es nun gegen den Tschechen Jiri Lehecka, Nummer 13 der Setzliste. "Ein sehr aggressiver Spieler, der wirklich gar nicht zurückhält. Er ist jemand, der entweder unfassbar schlecht oder unfassbar gut spielt", sagte Zverev direkt.
Zum Match-Center: Jiri Lehecka vs. Alexander Zverev
Nach bisher zwei Duellen ist die Bilanz zwischen beiden Spielern ausgeglichen. Dass Lehecka aber auf Rasen überzeugen kann, zeigte er im Vorfeld mit seinem Halbfinaleinzug in Stuttgart - und nun auch in Wimbledon. "Hier, wenn er drei Matches gewonnen hat und alle recht deutlich, werde ich davon ausgehen, dass er wirklich sehr, sehr gutes Tennis zeigt", sagte Zverev und warnte: "Das wird meine schwerste Challenge werden bis jetzt."
