"Es hat sich nicht nach der ersten Runde angefühlt. Er hat mich unter viel Druck gesetzt", sagte Djokovic: "Das war heute eine echte Herausforderung für mich."
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Im vergangenen Jahr hatte Djokovic nach seiner Niederlage im Halbfinale gegen Jannik Sinner zum ersten Mal seit 2017 das Endspiel im Londoner Südwesten verpasst. Nun greift der 39-Jährige wieder nach seinem achten Titel an der Church Road, womit er an der Spitze der Rekordsieger im Männer-Einzel mit Roger Federer gleichziehen würde.

Doch wie zuvor Titelverteidiger Sinner, der in einem Nervenkrimi 4:6, 6:3, 6:7 (6:8), 6:2, 6:3 gegen Djokovics Landsmann Miomir Kecmanovic gewann, musste der Weltranglistensiebte hart für den Sieg arbeiten.
"Ich glaube, ich bin hier besser vorbereitet als für Roland Garros, das sehr anspruchsvoll und kräftezehrend war", hatte Djokovic, der bei den French Open schon in der dritten Runde am Brasilianer Joao Fonseca gescheitert war und nun sein erstes Match seit Paris bestritt, im Vorfeld betont: "Ich hatte vor, in Wimbledon meine Bestform zu erreichen, nachdem mich die Schulterverletzung mehrere Monate lang von der Tour ferngehalten hatte."
Langer Kampf
Vor den Augen von Latino-Rapper Bad Bunny und der englischen Fußball-Ikone David Beckham betrat Djokovic im weißen Blazer den Centre Court, und zunächst lief alles nach Plan für den klaren Favoriten. Doch es entwickelte sich eine ausgeglichene Begegnung, der Chinese spielte mutig, kämpfte um jeden Ball. Das sorgte auch beim Publikum für Begeisterung, immer wieder hallten laute "Wuuuu"-Rufe über den Platz.
Nach dem Ausgleich stand Djokovic auch in Satz drei unter Druck, beide Spieler gaben sich bei ihren Aufschlagspielen keine Blöße – bis dem Serben das Break zum 5:4 gelang. Djokovic sicherte sich den Satz, musste aber bei nachlassenden Kräften weiter kämpfen.
