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Tour-Sieger Pogacar schwärmt von "unvergesslichem" Moment mit Del Toro

Gemeinsam über die Ziellinie
Gemeinsam über die ZiellinieREUTERS/Gonzalo Fuentes

Tadej Pogacar blickte auf die glatte Haut auf seinem Arm und beschrieb, was das Auge nicht zu sehen vermochte. "Ich hatte wirklich Gänsehaut. Würde ich mir nicht die Arme rasieren, würden mir die Haare abstehen", sagte der designierte Gesamtsieger nach der Königsetappe der 113. Tour de France: "Es war einfach fantastisch – ein Moment, den ich nie vergessen werde."

Auch weil Tadej Pogacar beim extrem harten Kletter-Spektakel hinauf nach Alpe d'Huez im Gelben Trikot zur Edel-Eskorte für seinen Teamkollegen Isaac Del Toro wurde, ging das Weiße Trikot und der dritte Platz in der Gesamtwertung an "El Torito".

Gemeinsam fuhr das Duo am Samstag ins Ziel und zeigte erneut den gemeinsamen Jubel: Mit den Zeigefingern an der Stirn simulierten Pogacar und der Mexikaner Del Toro Stierhörner.

Ungewohnte Rolle für Pogacar

"Es war für mich eine Ehre, in den letzten zwei Stunden des Rennens für Isaac zu arbeiten. Ich habe das mit großer Freude getan", sagte Pogacar, für den beim Team UAE Emirates-XRG sonst alle die Schwerstarbeit verrichten: "Vielleicht werden die Leute darüber sprechen, wie ich Isaac aufs Podium geholfen habe. Aber zuerst einmal hat er mir geholfen, ins Gelbe Trikot zu kommen."

Del Toro, vor Pogacar Gewinner der zweiten Etappe nach Barcelona, ist mit 22 Jahren ein potenzieller Erbe Pogacars – im Team und im Peloton. Wie der deutsche Hoffnungsträger Florian Lipowitz im Vorjahr beendet Del Toro gleich seine Tour-Premiere auf dem Podest.

"Ich werde das sicher nicht mehr allzu viele Jahre machen", sagte Pogacar und schob ein Lob für Del Tor hinterher: "Isaac hat enormes Potenzial. Aber wir wollen ihn noch nicht unter Druck setzen. Er ist jung und lernt unglaublich schnell. Er ist sehr intelligent, besitzt großes Talent und einen starken Motor. Mal sehen, wohin ihn sein Weg führt."