Die Suche nach einem Nachfolger für Max Senft ist beendet. Die SV Ried hat Mario Despotovic als neuen Cheftrainer präsentiert. Der 41-jährige Kroate übernimmt den Bundesliga-Klub mit sofortiger Wirkung und unterschreibt einen Vertrag bis 2028.
In den vergangenen Tagen waren zahlreiche Namen rund um die vakante Position gehandelt worden. Dass am Ende Despotovic das Rennen machen würde, hatten jedoch nur wenige Beobachter auf dem Zettel.
Der Kroate war zuletzt seit 2021 als Sportdirektor beim ägyptischen Erstligisten Wadi Degla FC tätig. Zuvor sammelte er Trainererfahrung im Nachwuchsbereich sowie bei der zweiten Mannschaft von Hajduk Split.
Ried bleibt seiner Linie treu
Für Sportvorstand Wolfgang Fiala reiht sich die Verpflichtung in eine lange Tradition ungewöhnlicher, aber erfolgreicher Trainerentscheidungen ein. „Der legendäre Paul Gludovatz hat bei uns erstmals eine Vereinsmannschaft trainiert, Klaus Roitinger startete seine Profi-Trainerkarriere bei der SV Ried. Und auch Vorgänger Max Senft war sicher keine alltägliche Lösung“, erklärt Fiala.
Auch Präsident Thomas Gahleitner sieht in der Bestellung des Kroaten eine typische Entscheidung des Innviertler Traditionsvereins. „Wir müssen als SV Oberbank Ried sowohl beim Trainer als auch bei Spielern mutige und neue Wege gehen“, betont Gahleitner. In mehreren Gesprächen mit unterschiedlichen Kandidaten habe Despotovic einen „hervorragenden und höchst professionellen Eindruck“ hinterlassen.
Kontinuität trotz Trainerwechsel
Die Vereinsführung sieht die Verpflichtung auch als Fortsetzung des eingeschlagenen Weges. Nach dem Aufstieg in die Bundesliga soll die sportliche Entwicklung der vergangenen Jahre weitergeführt werden.
Mit Despotovic setzt Ried erneut auf einen Trainer, der zwar nicht über große Bekanntheit im österreichischen Fußball verfügt, dessen Profil aber zur Philosophie des Vereins passt: junge Spieler entwickeln, mutig auftreten und neue Wege gehen.
Seinen ersten öffentlichen Auftritt als Cheftrainer der Innviertler wird Despotovic bei der Saisonauftakt-Pressekonferenz am 23. Juni in Geinberg absolvieren. Dann wird der Kroate erstmals ausführlich über seine Pläne mit dem Bundesliga-Aufsteiger sprechen.
