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Unfertig und bereits viral: Wandgemälde von Ronnie O'Sullivan spaltet Sheffield

Das unfertige Wandgemälde von O’Sullivan in Sheffield
Das unfertige Wandgemälde von O’Sullivan in SheffieldCharley Atkins / SWNS / Profimedia

Ein Streetart-Porträt des siebenfachen Snooker-Weltmeisters Ronnie O'Sullivan sorgt in Sheffield für hitzige Debatten – dabei ist das Werk noch längst nicht abgeschlossen.

Auftraggeber ist der Spot On Snooker Club in der Langsett Road – einem der Snooker-Tempel der Stadt, die als Heimat der Weltmeisterschaft im Crucible Theatre eine besondere Beziehung zur Sportart pflegt. Die Rückwand des Clubs sollte mit einem Porträt von O'Sullivan veredelt werden, dem wohl populärsten Spieler der Snooker-Geschichte.

Stattdessen landete das noch unferttige Werk viral im Netz – mit Kommentaren, die von "skelettartig" bis "wie ein Zombie" reichten. Manche Nutzer zweifelten sogar grundsätzlich daran, ob das Gesicht überhaupt O'Sullivan ähnle.

Künstler verteidigt sich: "Ich mache es richtig"

Der lokale Street-Art-Künstler Chris Ashmore, der hinter dem Werk steckt, reagierte gelassen auf die Kritik – und stellte vor allem klar, dass das Bild schlicht noch nicht fertig ist. Ashmore arbeitet erst seit zwei Wochen an dem Projekt, das insgesamt fünf Wochen in Anspruch nehmen soll. Erschwerend hinzu kommt ein technisches Problem: Weil das Gelände zu uneben ist, konnte Ashmore nicht wie gewohnt eine Scherenbühne verwenden, sondern musste auf ein Gerüst ausweichen – was seinen Blick auf das entstehende Werk erheblich einschränkte.

Ein Blick auf das unfertige Wandgemälde
Ein Blick auf das unfertige WandgemäldeCharley Atkins / SWNS / Profimedia

Club-Manager Dan Kirkland räumte ein, dass insbesondere der Bereich um die Augen noch überarbeitet werden müsse – bat die Öffentlichkeit aber gleichzeitig um einen respektvolleren Umgang. "Was uns wirklich getroffen hat, ist, dass einige der Reaktionen persönlich gegen Chris wurden", sagte er. "Natürlich darf jeder ein Wandgemälde mögen oder nicht mögen. Eine Meinung zu einem Kunstwerk zu haben, ist das eine – aber die Person, die es geschaffen hat, zu beleidigen, ist etwas ganz anderes."