Die UEFA-Verbände hätten ihre Bedingungen für eine Rückkehr zu FIFA-Wettbewerben klar formuliert. Demnach müsse der Plan zum Verkauf von Anteilen an den wichtigsten FIFA-Wettbewerben zurückgezogen werden und zudem sichergestellt werden, "dass derartige Versuche, den Fußball auf diese Weise zu entstellen, niemals wieder unternommen werden", so die UEFA: "Diese Bedingungen sind nicht erfüllt."
Die FIFA-Führung hatte am Mittwoch nach einer Krisensitzung ihrer Spitzenfunktionäre in Marokko "Fehler" eingeräumt und für das inzwischen aufgegebene Vorhaben um Entschuldigung gebeten. Zugleich sprach sie Infantino ihre "volle Unterstützung" aus und verwies darauf, dass er als einziger von den 211 Mitgliedsverbänden gewählter Verantwortlicher an der Spitze des Weltverbandes stehe.
Die Unterstützung aus der FIFA-Führung ändere jedoch nichts, entgegnete die UEFA. Die Erklärung stamme von "einigen Personen, die vom FIFA-Präsidenten beschäftigt werden und deren Karriere von seinem Wohlwollen abhängt".
Infantino, der bislang der einzige erklärte Kandidat für die Wiederwahl im März 2027 ist, steht seit der überraschenden Vorstellung des inzwischen zurückgezogenen Investorenplans in der vergangenen Woche massiv in der Kritik. Besonders die UEFA und der nord- und mittelamerikanische Kontinentalverband CONCACAF hatten sich entschieden gegen das Vorhaben gestellt.
CONMEBOL äußert "Besorgnis"
Auch der südamerikanische Verband CONMEBOL, der für gewöhnlich dem Lager der Infantino-Unterstützer zuzurechnen ist, äußerte am Donnerstag "Besorgnis über die wiederholten Alleingänge" in der FIFA.
Weiter beklagte der Kontinentalverband in seiner Stellungnahme: "Innerhalb weniger Tage rückte der Fußball von einem außerordentlichen sportlichen Ereignis, das weltweit im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stand, hin zu einer öffentlichen Debatte über Fragen seiner Governance."
