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Vingegaard trotz Pogacar-Wucht: "Der Kampf ist noch nicht vorbei"

Pogacar (l.) und Vingegaard in der Zieleinfahrt
Pogacar (l.) und Vingegaard in der ZieleinfahrtREUTERS/Dario Belingheri

Tadej Pogacar steuert bei der Tour de France 2026 bereits auf seinen fünften Gesamtsieg zu, doch sein erster großer Statement-Erfolg bei dieser Ausgabe der Frankreich-Rundfahrt bedeutete dem Serienchampion trotzdem besonders viel. Nach 43 Kilometern im Alleingang gewann der Slowene die sechste Etappe von Pau nach Gavarnie-Gèdre und nahm seinem großen Rivalen Jonas Vingegaard dabei 2:38 Minuten ab. "Heute bin ich schon um sieben Uhr morgens aufgewacht und meine Gedanken rasten, ich war also schon total aufgeregt wegen der Etappe", sagte Pogacar nach dem Zieleinlauf in den Pyrenäen.

Im Erfolg dachte der 27 Jahre alte Slowene auch an seine Mannschaftskameraden von UAE Emirates-XRG, die seinen Angriff perfekt vorbereitet hatten. "Mein Team besteht aus wahnsinnig guten Fahrern", sagte Pogacar. Sein Solo hatte er bereits am vorletzten Anstieg des Tages gestartet und den Vorsprung auf der Abfahrt sowie am Schlussanstieg immer weiter ausgebaut, ohne dass einer der Klassementfahrer in der Verfolgergruppe folgen konnte.

Vingegaard gibt sich trotz Klatsche kämpferisch

Trotz der deutlichen Niederlage vom Donnerstag ließ sich Jonas Vingegaard zu einer kleinen Kampfansage hinreißen. "Ich glaube immer noch an mich. Ich glaube immer noch daran, dass meine Beine im Laufe des Rennens besser werden, also ist der Kampf noch nicht vorbei", sagte er im Ziel in Gavarnie-Gèdre.

Enttäuscht zeigte sich der Däne, der eigentlich den Angriff auf seinen dritten Toursieg nach 2022 und 2023 hatte starten wollen, dennoch. "Das muss ich auch sein. Aber ja, so ist das Leben manchmal, und ich kann es nicht ändern. Es war nicht mein bester Tag", sagte Vingegaard, der in der Gesamtwertung nun bereits 2:42 Minuten hinter Pogacar liegt.

Auch Visma-Sportdirektor Reef staunt über die Lücke

Auch Marc Reef, Sportdirektor bei Vingegaards Team Visma - Lease a Bike, konnte über Pogacars Auftritt vorerst nur staunen. "Man kann nur sagen: Hut ab. Großen Glückwunsch ans Team und an ihn. So eine große Lücke zum zweitbesten Fahrer zu haben, ist schon etwas", sagte der Niederländer.

Tour de France 2026

Am 4. Juli beginnt die Tour de France 2026 im spanischen Barcelona. 3.321,2 Kilometer und 22 Tage später – am 26. Juli – kommen die Fahrer der 18 Teams traditionell in Paris an. Bei Flashscore findest du alle Informationen zur berühmtesten Radrundfahrt der Welt.

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Eine Zieleinfahrt der Tour de France
Eine Zieleinfahrt der Tour de FranceMarco BERTORELLO / AFP / AFP / Profimedia

Die Reaktion aus dem Visma-Lager macht deutlich, wie sehr Pogacars Dominanz am Tourmalet und in der Abfahrt selbst die Konkurrenz beeindruckt hat. Für Vingegaard und sein Team bedeutet der Rückstand von über zweieinhalb Minuten schon früh im Rennen eine schwierige Ausgangslage für die kommenden Wochen.

Wo Vingegaard zurückschlagen könnte

Die nächste Chance zum Zurückschlagen bietet sich Vingegaard wohl frühestens am kommenden Dienstag, wenn die Tour bei der schwierigen Etappe ins Zentralmassiv nach Le Lioran führt. Die endgültige Entscheidung über den Toursieg dürfte aber erst in der dritten Woche in den Alpen fallen.

Bis dahin bleibt Pogacar im Gelben Trikot der klare Maßstab, während Vingegaard versuchen muss, in den kommenden Bergetappen wieder näher heranzukommen, bevor die entscheidenden Tage in den Alpen anstehen.