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Vom WM-Gegner zum Gefeierten: Argentinien-Fans schließen Schweinsteiger in die Arme

Schweinsteiger schlug Argentinien während seiner aktiven Laufbahn dreimal
Schweinsteiger schlug Argentinien während seiner aktiven Laufbahn dreimalČTK / imago sportfotodienst / Marc Schueler

Bastian Schweinsteiger hat nach dem erneuten Finaleinzug der argentinischen Nationalmannschaft einen besonderen Moment erlebt. Nach dem WM-Halbfinale gegen England wurde der frühere Weltmeister von ausgelassen feiernden argentinischen Fans in ihre Mitte gezogen und gemeinsam mit ihnen bejubelt – obwohl er ihnen bei Weltmeisterschaften mehrfach bittere Niederlagen zugefügt hatte.

Nach seiner Tätigkeit als TV-Experte für die ARD verließ Schweinsteiger das Stadion in Atlanta noch mit Mikrofon in der Hand, als ihn die Fans entdeckten und kurzerhand in ihre Feierlichkeiten einbezogen.

Zum Match-Center: Argentinien vs. England

Jubel mit den Fans nach dem Halbfinale

Auf Instagram reagierte Schweinsteiger später selbst auf die ungewöhnliche Szene. "Du hast Argentinien bei Weltmeisterschaften dreimal geschlagen. Und heute feierst du gemeinsam mit Argentinien den Einzug in ein weiteres Finale", schrieb der 41-Jährige zu einem Video der Jubelszenen.

Zuvor hatte der 121-malige deutsche Nationalspieler den 2:1-Erfolg Argentiniens gegen England für die ARD analysiert. Erst danach wurde er von den Fans erkannt und spontan in den Feierlichkeiten willkommen geheißen.

Drei WM-Erfolge gegen Argentinien bleiben unvergessen

Auch in Argentinien sorgten die Bilder für Aufmerksamkeit. Der Radiosender Mitre kommentierte die Aufnahmen mit den Worten: "Wir vergeben ihm." Damit spielte der Sender auf Schweinsteigers erfolgreiche Bilanz gegen die Albiceleste bei Weltmeisterschaften an.

2006 setzte sich Deutschland im Viertelfinale nach Elfmeterschießen gegen Argentinien durch. Vier Jahre später bereitete Schweinsteiger beim klaren 4:0-Erfolg im Viertelfinale in Südafrika wichtige Treffer vor. Den größten Erfolg  feierte er schließlich 2014.Im WM-Endspiel von Rio de Janeiro gewann Deutschland dank des 1:0-Erfolgs den Titel. Schweinsteiger ging mit seinem aufopferungsvollen Einsatz und einer blutenden Gesichtsverletzung als Symbolfigur dieses Finales in die Geschichte ein.