Die Vorfreude auf die erste Weltmeisterschaft seit 1998 ist im österreichischen Teamcamp in Santa Barbara deutlich spürbar. Während die Vorbereitungen auf den Auftakt gegen Jordanien in die entscheidende Phase gehen, formulieren die Spieler ihre Ziele selbstbewusst.
„Wir wollen alle Spiele gewinnen und ich glaube auch, dass wir jeden Gegner schlagen können“, erklärte Patrick Wimmer vor dem WM-Start. Der Neo-Hoffenheimer sieht die Mannschaft bereit für die große Bühne, betont aber gleichzeitig die Bedeutung der eigenen Leistung: „Für uns ist es wichtig, dass wir performen und unsere Energie auf den Platz bringen, dann schauen wir, wie weit wir kommen.“
Am Mittwoch absolvierte die Mannschaft unter Ausschluss der Öffentlichkeit ein internes Testspiel, das laut den Spielern wichtige Erkenntnisse brachte.
Intensiver Test im Basecamp
Alexander Prass sprach von einer bewusst fordernden Einheit. „Es war schon die Herangehensweise, dass wir Intensität auf den Platz bringen. Es war die Devise, den Load richtig hochzumachen und ich glaube, dass uns das gut gelungen ist. Es war ein richtig guter interner Test“, sagte der Außenbahnspieler.
Die letzten Trainingstage sollen dazu dienen, die Mannschaft optimal auf den WM-Auftakt gegen Jordanien vorzubereiten. Mit der detaillierten Gegneranalyse wird sich das Team in den kommenden Tagen noch intensiver beschäftigen.
„Wir haben grundsätzlich gehört, wer die besten Spieler sind. Wir haben etwas über ihre Spielweise gesprochen. Mit der genauen taktischen Herangehensweise werden wir uns in den nächsten Tagen beschäftigen“, erklärte Prass.
Hoffenheim-Duo trifft sich bei der WM
Für zusätzliche Gesprächsthemen sorgt der Wechsel von Wimmer zur TSG Hoffenheim. Dort wird er künftig gemeinsam mit Prass spielen. Die Entscheidung für den deutschen Bundesligisten fiel schnell.
„Die Gespräche mit Hoffenheim bis zur Unterschrift, das war innerhalb von drei Tagen geklärt. Ich habe natürlich auch mit Prassi gesprochen, aber das war jetzt nicht entscheidend“, verriet Wimmer.
Prass nahm die Rolle des Beraters mit Humor: „Ich habe nicht wirklich etwas damit zu tun gehabt. Ich freue mich aber, dass er jetzt da ist, habe nun einen guten Buddy im Verein und das hat sicher Vorteile.“
Der Fokus liegt nun aber voll auf dem bevorstehenden Turnier. Am Donnerstag fällt mit dem Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika offiziell der Startschuss für die Weltmeisterschaft, ehe Österreich am 17. Juni in San Francisco gegen Jordanien sein erstes WM-Spiel seit 28 Jahren bestreitet.
Mit Argentinien und Algerien warten danach weitere Herausforderungen in Gruppe J. Die Stimmung im ÖFB-Lager lässt jedoch keinen Zweifel daran, dass die Mannschaft mit großen Ambitionen nach Nordamerika gereist ist. „Wichtig ist, dass wir als Team Erfolg haben“, brachte es Prass auf den Punkt.
