Norwegerin Kirkeeide gewinnt Sprint – Preuß verpasst Podium

Aktualisiert
Maren Kirkeeide im Zielbereich.
Maren Kirkeeide im Zielbereich.REUTERS/Matthew Childs

Biathletin Franziska Preuß hat bei den Olympischen Winterspielen im Sprint erneut die erhoffte Einzelmedaille verpasst. Die 31-Jährige leistete sich im Rennen über 7,5 km stehend einen Fehler und musste sich beim Überraschungssieg von Maren Kirkeeide aus Norwegen mit Rang sieben begnügen.

Die Gesamtweltcupsiegerin liegt vor der Verfolgung am Sonntag (14.45 Uhr/ZDF und Eurosport) über 10 km allerdings in Lauerstellung. Im Einzel war Verfolgungs-Weltmeisterin Preuß, die mit der deutschen Mixed-Staffel in Mailand und Cortina Bronze gewonnen hatte, Zehnte geworden.

Gold im Sprint ging an die in den Rennen zuvor enttäuschende Kirkeeide, die nach fehlerfreier Schießleistung im Schlussspurt noch die Französin Oceane Michelon (0/+3,8 Sekunden) verdrängte. Bronze holte sich deren Teamkollegin Lou Jeanmonnot (1/+23,7). Preuß lag 1:00,1 Minuten zurück.

Ergebnis: Biathlon Sprint der Frauen
Ergebnis: Biathlon Sprint der FrauenFlashscore

"Klar schwingt Enttäuschung mit. Jedes Rennen ist eine coole Chance - und jetzt hat man es wieder nicht geschafft", sagte Preuß in der ARD frustriert. Aber, ergänzte die Weltmeisterin kämpferisch: "Heute hat es Maren Kirkeeide durchgezogen. Man darf nie aufgeben. Morgen ist wieder ein neuer Tag."

Vanessa Voigt, undankbare Vierte im Einzel, blieb fehlerfrei, war aber läuferisch nicht gut genug. Sie kam auf Rang zwölf. Julia Tannheimer leistete sich bei ihrer Olympia-Premiere liegend zwei Fehler (+1:32,3) und wurde 19.

Selina Grotian enttäuschte mit drei Fehlern (2:22,6) und kam erneut nicht unter die ersten 50. Sie war kurzfristig für Janina Hettich-Walz eingesprungen. Die 29-Jährige, immerhin Achte im Einzel, musste wegen Magenproblemen passen und fehlt damit auch im Verfolger.