Karlsruher SC 0:1 (0:1) 1. FC Nürnberg
Trainer Miroslav Klose arbeitet mit dem 1. FC Nürnberg weiter an einer historischen Saison. Auch dank Torjäger Mohamed Ali Zoma gewann der spielstarke und maximal effiziente Club 1:0 (1:0) beim weiter taumelnden Karlsruher SC und behauptete seine Position als Aufstiegskandidat.
Der sechste Saisontreffer von Zoma, vom italienischen Nationaltrainer Roberto Mancini in das Aufgebot für die anstehenden Spiele der Nations League berufen, (30.) reichte den Franken zu ihrem besten Saisonstart seit 65 Jahren. 1961/1962 hatte der neunmalige deutsche Meister die Oberliga Süd mit vier Siegen und zwei Unentschieden begonnen, jetzt sind es fünf Erfolge und ein Remis.

Die vor allem in der ersten Halbzeit klar unterlegenen Karlsruher dagegen sind nach ihrem Auftakterfolg gegen Arminia Bielefeld (2:1) seit nunmehr fünf Spielen ohne Sieg. Ein Treffer von Rafael Pinto Pedrosa wurde wegen Abseits aberkannt (63.).
Der Club hatte zunächst Glück, als Torhüter Jan Reichert einen Rückpass ungeschickt gegen den Pfosten lenkte (5.). Danach bestimmten die Gäste das Spiel, nach der ersten Chance für Tim Janisch (25.) traf Zoma zur längst überfälligen Führung.
Karlsruhe hatte die letzten fünf Heimspiele gegen den Club gewonnen und dabei 16 Tore erzielt. Diesmal aber kam die Mannschaft von Trainer Maximilian Senft erst nach der Pause besser ins Spiel, drängte energisch auf den Ausgleich, erspielte sich dabei aber keine klaren Torchancen.
1. FC Kaiserslautern 1:0 (0:0) Eintracht Braunschweig
Der 1. FC Kaiserslautern hat indes zurück in die Erfolgsspur gefunden. Gegen Eintracht Braunschweig, den seit fünf Spielen sieglosen Ex-Klub von Trainer Torsten Lieberknecht, kamen die Pfälzer am Samstag zu einem mühevollen 1:0 (0:0) und hielten den Anschluss an die Spitzengruppe. Die Braunschweiger verpassten die Chance, das Polster auf die Abstiegszone zu vergrößern.
Das Tor des Tages erzielte der eingewechselte Erencan Yardimci (73.), der in der Vorsaison von Bundesligist TSG Hoffenheim nach Braunschweig verliehen war.
Der FCK begann mit Offensivdrang und machte dabei vor allem über die Außen Druck. Gefährliche Möglichkeiten vor dem Tor kreierte Kaiserslautern dabei aber nicht. Die Braunschweiger, die früh den verletzungsbedingten Ausfall von Abwehr-Neuzugang Isidoros Koutsidis verkraften mussten, lauerten auf Konter. Jan Urbich, der kurz darauf ebenfalls angeschlagen ausgewechselt wurde, scheiterte aus spitzem Winkel an FCK-Torhüter Julian Krahl (20.). In der Folge neutralisierten sich die beiden Teams auf durchwachsenem Niveau.
Auch nach der Pause fehlten dem FCK sowie Braunschweig zunächst die Durchschlagskraft. Kaiserslautern stieß zwar häufiger ins letzte Drittel vor, war bei seinen Hereingaben aber zu ungenau. Auf der Gegenseite zögerte Aaron Opoku zu lange beim Abschluss (59.). Dann sorgte Yardimci für die Erlösung, indem er einen weiten Abschlag von Torhüter Krahl mit einem Heber vollendete. Semih Sahin traf den Pfosten und verpasste die Entscheidung (81.).
Holstein Kiel 1:1 (1:0) VfL Osnabrück
Holstein Kiel bleibt unterdessen weiter sieglos. Die Mannschaft von Trainer Tim Walter musste sich mit einem 1:1 (1:0) gegen Aufsteiger VfL Osnabrück begnügen und hat nach sechs Spielen erst vier Zähler auf dem Konto.
Phil Harres brachte die Kieler mit einem verwandelten Foulelfmeter in Führung (45.+2), dann unterlief Hiroki Sekine (72.) ein Eigentor. Nach der Gelb-Roten Karte gegen David Zec (75.) beendeten die Gastgeber das Spiel in Unterzahl. Osnabrück liegt mit sieben Punkten im Tabellenmittelfeld.
Die Gäste erwischten den besseren Start. Robin Meißner scheiterte aber an Torhüter Timon Weiner (13.). Kiel tat sich in der Offensive schwer, wäre mit der ersten Chance aber fast in Führung gegangen. Adrian Kapralik traf aus spitzem Winkel aber nur die Latte (37.). Harres verwandelte dann den Elfmeter sicher, zuvor hatte Torhüter Jonas Krumrey den Kieler Gyan de Regt gefoult.
Mit der Führung im Rücken trat der ehemalige Bundesligist im zweiten Durchgang selbstbewusster auf, Holstein verpasste aber den zweiten Treffer. Nach dem Eigentor und dem Platzverweis waren die Gastgeber geschockt.
