Aicher übetrumpft: Shiffrin holt zum sechsten Mal den Gesamt-Weltcup

Großes Lachen bei Shiffrin
Großes Lachen bei Shiffrin Cornelius Poppe/NTB via REUTERS

Mikaela Shiffrin hat sich zum sechsten Mal in ihrer Karriere die Große Kristallkugel gesichert. Die alpine Skiläuferin hat es beim letzten Riesentorlauf in Hafjell (Norwegen) in die Top 15 geschafft und somit die deutsche Allrounderin Emma Aicher auf Distanz gehalten. Den Tagessieg holte sich Valerie Grenier aus Kanada.

Auf Augenhöhe mit Rekordhalterin Moser-Pröll

Emma Aicher hat sich nach einem Herzschlagfinale im Kampf um die große Kristallkugel knapp geschlagen geben müssen. Die 22 Jahre alte Allrounderin beendete die Saison nach dem letzten Rennen beim Weltcup-Finale im norwegischen Hafjell mit 87 Punkten Rückstand auf Mikaela Shiffrin aus den USA, die mit dem sechsten Gewinn der großen Kristallkugel mit der bislang alleinigen Rekordhalterin Annemarie Moser-Pröll aus Österreich gleichzog.

Die Entscheidung beim abschließenden Riesenslalom in Hafjell wenige Kilometer nördlich von Lillehammer fiel erst im zweiten Durchgang. Aicher verpasste als Zwölfte im Endklassement den zum Gesamtsieg notwendigen ersten Sieg in dieser Disziplin um 2,04 Sekunden – zudem rettete sich Shiffrin als Elfte noch in die Punkteränge.

Aicher verpasst die Sensation
Aicher verpasst die SensationCornelius Poppe/NTB via REUTERS

Nach dem ersten Lauf hatte Shiffrin noch zittern müssen: Aicher fehlten auf Rang drei im Zwischenklassement nur 0,26 Sekunden auf Platz eins, sie selbst hätte für Rang 17 keine Weltcuppunkte mehr bekommen.

Aicher erreichte als Zweite im Gesamtweltcup dennoch die beste Platzierung einer deutschen Skirennläuferin seit dem Sieg von Maria Riesch vor 15 Jahren (2011). Gewonnen hatten die große Kristallkugel zuvor auch Katja Seizinger (1996 und 1998) sowie die vor zwei Jahren verstorbene Rosi Mittermaier (1967).

Shiffrin bleibt das Maß aller Dinge
Shiffrin bleibt das Maß aller DingeJEAN-CHRISTOPHE BOTT / EPA / Profimedia