Alba stellt Arena-Pläne vor und hofft auf NBA Europe: "Fantastische Chance"

Geschäftsführer Marco Baldi will mit Alba in die NBA Europe
Geschäftsführer Marco Baldi will mit Alba in die NBA EuropeČTK / imago sportfotodienst / Daniel Lakomski/Jan Huebner

Geschäftsführer Marco Baldi vom Basketball-Bundesligisten Alba Berlin sieht eine mögliche neue Halle als wertvollen Baustein für eine Zukunft in einer NBA Europe. "Wenn wir ins Rennen gehen können mit einer Aussicht auf eine Arena und einen Campus, der unsere ganzen Qualitäten und Möglichkeiten auf den höchsten Stand bringt, dann hilft es auf jeden Fall auch bei der Bewerbung für die Lizenz", sagte Baldi am Freitag im Sportausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses.

Baldi und Finanzdirektor Daniel Endres stellten dort ihre Pläne und eine Machbarkeitsstudie für eine neue Arena und einen Alba-Zukunftscampus vor. Jene Bestrebungen folgen auch auf die geplante Gründung einer europäischen Basketball-Liga durch die NBA und den Weltverband FIBA. Alba gilt als Kandidat auf einen Startplatz. Wie Baldi verriet, müsse Alba bis zum 31. März seine Unterlagen dafür einreichen.

Baldi ordnete zudem die Bedeutung eines Einstieg der NBA in Übersee für den europäischen Basketball ein. So seien Basketballwettbewerbe, "wo nicht NBA draufsteht", nach seinem Eindruck in den Augen der Öffentlichkeit häufig "B-Ware". Diesem Status könne man nun entwachsen. "Da tut sich jetzt zusammen, was eine fantastische Chance ist. Denn dieser Nimbus der Zweitklassigkeit geht verloren."

Arena soll in Treptow-Köpenick entstehen

Den geplanten Start der NBA Europe im September 2027 bezeichnete Baldi als "extrem ambitioniert"; wenn es 2028 würde, wäre dies "auch kein Drama." Alba sei bewusst, dass der Verein vor der Fertigstellung einer neuen Halle in einer anderen Arena überbrücken müsste – folglich nannte Baldi die Saison 2031/2032 als "Best Case" für einen Spielbeginn in einer neuen Arena.

Diese soll am Standort Adlershof im Bezirk Treptow-Köpenick entstehen. Dort sollen neben Sportevents auch Konzerte und Konferenzen stattfinden, abhängig von der Art der Veranstaltung mit einer Kapazität von 16.000 bis 20.000 Zuschauern. Geplant sind auf dem Campus auch eine Bewegungskita, eine Sportschule, ein Internat und ein Leistungszentrum. Die Berliner Morgenpost hatte in den vergangenen Tagen zuerst berichtet.

In Bezug auf die Kosten sprach Endres von einem "dreistelligen Millionenbetrag"; zur Finanzierung sind noch keine Details bekannt. Baldi betonte die "große Aufmerksamkeit deutscher und internationaler Investoren" angesichts der Pläne. Alba stehe jedoch "ganz am Anfang". Derzeit spielt Alba in der Uber Arena am Ostbahnhof, die der Anschutz Entertainment Group gehört. Seit Längerem plagen den Verein jedoch hohe Mieten und Terminprobleme.