"The sky is the limit", antwortete Francis Onyeka mit einem breiten Grinsen auf die Frage, wo es denn für die SV Elversberg in seiner Premierensaison hingehen könnte: "Alles ist möglich. Wir arbeiten Tag für Tag – und sehen am Ende, wofür es dann gereicht hat."
Am 8. Spieltag reichte es schon einmal für ein deutliches 4:1 (3:0) gegen den FSV Mainz 05. "Das fühlt sich natürlich sehr gut an", sagte der von Bayer Leverkusen ausgeliehene Onyeka mit Blick auf den Sieg, 13 Punkte auf dem Konto und sein erstes Bundesligator.

Neben Onyeka (26.) trafen Felix Keidel (7.), Maurice Krattenmacher (45.+1) und Cole Campbell (90.+1) für die Saarländer.
Benedict Hollerbach betrieb nur noch Ergebniskosmetik zugunsten der Mainzer (90.+2), ehe sich Abwehrspieler Stefan Posch noch eine Gelb-Rote Karte einhandelte (90.+5).
"So wollen wir Fußball spielen"
"Ich bin sehr happy", kommentierte Elversberg-Coach Vincent Wagner den Dreier nur drei Tage nach dem Aus im DFB-Pokal gegen den Zweitligisten Darmstadt 98 (0:2): "So wollen wir Fußball spielen. Das war eine total tolle Teamleistung."

Tatsächlich sahen die 9.307 Zuschauer im ausverkauften Stadion an der Kaiserlinde eine starke Vorstellung der Gastgeber. Der Sieg gegen die Mainzer, die zuvor all ihre Bundesliga-Auswärtsspiele gewonnen hatten, war nie gefährdet.
Keidel hält den Ball flach
Den Torreigen eröffnete der zuletzt von Bundestrainer Jürgen Klopp berufene Keidel mit einem sehenswert verwandelten Freistoß.

"Es war ein sehr gutes Spiel von uns, so haben wir sehr viel Spaß", sagte der zum Man of the Match gekürte Mittelfeldspieler: "Wir haben eine gewisse Lockerheit, haben Spaß am Spiel und keine Angst vor den Gegnern."
Die Euphorie von Onyeka wollte Keidel dann aber doch nicht ganz teilen: "Wir schauen immer noch auf den Klassenerhalt – aber was wir mitnehmen können, nehmen wir mit."
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