Nach weitergehenden Untersuchungen gut eine Woche nach dem London Game kam heraus, dass der 28-Jährige unter einer tiefen Venenthrombose sowie einer beidseitigen Lungenembolie leidet. Laut US-Medien steht Hurts wegen der schlimmen Diagnose vor dem frühen Saisonaus.
"Sein Zustand ist klinisch stabil, und er hat keine nennenswerten funktionellen Einschränkungen", teilten die Eagles und Nicole Lynn, Agentin des Profis, am Montag mit. Hurts werde mit Blutverdünnern behandelt. "Während dieser Zeit darf er an keinerlei Kontaktaktivitäten teilnehmen, einschließlich Football."
Risikomanagement bei Hurts in der Kritik
Vor dem NFL-Gastspiel in England am 11. Oktober gegen die Jacksonville Jaguars (17:19) sah die Sache noch anders aus. Hurts bekam trotz seiner Probleme, die drei Tage zuvor erstmals aufgetreten waren, und des Schlafmangels grünes Licht für einen Einsatz. Im Ultraschall war das Blutgerinnsel nachgewiesen worden.
Dr. Michael Seidman, Professor für Hämatologie im Fox Chase Cancer Center in Philadelphia, sieht im Vorgang kein Problem. "Er ist kein Risiko eingegangen, weil er gespielt hat", sagte Seidman dem Philadelphia Inquirer. Auch der anschließende Flug in die Heimat sei seiner Ansicht nach unbedenklich gewesen, wenn sich Hurts zwischendurch bewegt und Kompressionskleidung getragen habe.
Die Eagles hatten Hurts am vergangenen Samstag auf die Injured-Reserve-Liste gesetzt, der Schritt bringt eine Pause von vier Spielen mit sich. Am Sonntag kam Tanner McKee im Heimspiel gegen die Carolina Panthers (14:25) als Ersatzmann beim Super-Bowl-Champion von 2025 zum Einsatz.
Laut Experten muss Hurts mindestens drei Monate lang blutverdünnende Mittel einnehmen. "Jalens Prognose ist sehr gut, und wir gehen von einer vollständigen Genesung aus", hieß es in der Mitteilung des Klubs. Man gehe "davon aus, dass keine langfristigen gesundheitlichen Folgen zurückbleiben werden".
Erinnerungen an NBA-Star Bosh
Der Fall weckt allerdings unschöne Erinnerungen. Der frühere NBA-Profi Chris Bosh hatte seine Basketballsaison im Februar 2015 wegen eines Blutgerinnsels in der Lunge vorzeitig beenden müssen. In der darauffolgenden Spielzeit stoppte Bosh ein Blutgerinnsel im Bein, der zweimalige Champion kam nie zurück. Erst im August gab der Hall-of-Famer bekannt, dass er Anfang des Jahres nach einer Lungenembolie beinahe gestorben sei.
"Die Gesundheit unserer Spieler steht für uns immer an erster Stelle", betonte Nick Sirianni, Headcoach der Eagles. Er habe "volles Vertrauen" in das medizinische Team. "Dieselben Ärzte und Betreuer, die dazu beigetragen haben, dass 21 unserer 22 Stammspieler im Super Bowl einsatzbereit waren, sind auch heute für unsere Spieler da – ihnen liegt das Wohl unserer Jungs wirklich am Herzen."
