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Zum Saisonstart: Die 10 besten Quarterbacks der NFL vor der Spielzeit 2026

Matthew Stafford (l.) und Josh Allen gewannen die letzten beiden NFL-MVP-Auszeichnungen
Matthew Stafford (l.) und Josh Allen gewannen die letzten beiden NFL-MVP-AuszeichnungenHARRY HOW / GETTY IMAGES VIA AFP

In der NFL dreht sich alles um eine zentrale Position: den Quarterback. Ein guter Spielmacher führt sein Team durch die Saison, ein überragender schreibt Geschichte. Wer gehört vor dem Start der Spielzeit 2026 zur absoluten Elite? Wer hat das Zeug zum Triumph? Flashscore hat die Top 10 analysiert.

Die alte Football-Weisheit lautet: „Offense sells tickets, defense wins championships.“ Eine starke Abwehr ist unbestritten der Schlüssel zum Titel – doch ohne ein verlässliches Herzstück im Angriff geht es heute kaum noch. Der Quarterback ist der unumstrittene Anführer, der Taktgeber und die größte Bedrohung für jede gegnerische Defense. Legenden wie Tom Brady, Peyton Manning, Drew Brees, Brett Favre, John Elway oder Joe Montana haben es vorgelebt.

Doch wer prägt die Liga heute? Welche Stars dominieren das Geschehen zum Start der Saison 2026? Hier ist das Ranking der 10 besten Quarterbacks der NFL.

10: Jared Goff (Detroit Lions)

Den Auftakt macht Jared Goff, der die Offense der Detroit Lions unter Head Coach Dan Campbell extrem produktiv steuert. Goff ist der perfekte Game-Manager für dieses System: Er liest die gegnerische Abwehr herausragend und besticht durch einen enorm hohen Football-IQ.

Seit dem schwierigen Übergangsjahr 2021 (3–10–1) warf Goff in vier aufeinanderfolgenden Spielzeiten jeweils mehr als 4.400 Yards (insgesamt 18.206 Yards). Ebenso beeindruckend ist sein Ballmanagement: 139 Touchdowns stehen in 68 absolvierten Regular-Season-Spielen nur 39 Interceptions gegenüber.

Unter Goffs Regie etablierten sich die Lions konstant unter den Top-5-Offensiven der Liga. Der nächste logische Schritt für Goff und Detroit: Das offene Titel-Zeitfenster nutzen und endlich den Super Bowl erreichen.

9: Drake Maye (New England Patriots)

Der Zweitplatzierte der vergangenen MVP-Wahl überzeugte in seinem zweiten NFL-Jahr auf ganzer Linie: Drake Maye führte die New England Patriots bis in den Super Bowl XLV, wo sie sich erst den erfahrenen Seattle Seahawks beugen mussten.

Maye lieferte 2025 hocheffizient ab. Er führte die Liga bei der Completion Percentage (72 %), den Yards pro Passversuch (8,9), dem Passer Rating (113,5) sowie beim QBR (77,1) an und steuerte New England zu einer 14–3-Bilanz. Trotz Diskussionen über einen vergleichsweise leichten Spielplan bewies Maye absolute Elite-Qualitäten beim tiefen Pass.

Nach diesem gewaltigen Leistungssprung im zweiten Jahr und verstärkt durch neue Anspielstationen wie Wide Receiver A.J. Brown stehen den Patriots-Fans rosige Zeiten bevor.

8: Caleb Williams (Chicago Bears)

Vor der Saison fragten sich viele, wie schnell sich Caleb Williams in das komplexe System von Offensiv-Guru Ben Johnson einfinden würde. Die Antwort folgte auf dem Platz: Die Bears verpassten das NFC Championship Game nur um einen einzigen Spielzug.

Unter Johnsons Regie sprang die Bears-Offense bei den erzielten Punkten von Rang 28 auf 9 und bei den Raumgewinnen von Platz 32 auf 6. Williams verfehlte die historische 5.000-Yard-Marke als erster Bears-Quarterback überhaupt nur um knapp 200 Yards.

Besonders unter Druck zeigte der ehemalige Nummer-1-Pick Nerven aus Stahl: Er führte sechs Comebacks im vierten Viertel an – gekrönt von spektakulären Würfen in den entscheidenden Momenten wie in der Divisional Round gegen die Los Angeles Rams.

7: Dak Prescott (Dallas Cowboys)

Die Karriere von Dak Prescott glich oft einer Achterbahnfahrt. Auf bärenstarke Phasen folgten immer wieder verletzungsbedingte Rückschläge. Doch wenn Prescott fit ist, gehört er unbestritten zur Liga-Spitze.

Nach einer starken Saison mit 30 Touchdowns, 4.552 Yards und den ligaweit meisten Passversuchen (404) geht er mit Rückenwind ins neue Jahr. Mit CeeDee Lamb und George Pickens steht ihm eines der gefährlichsten Receiver-Duos der Liga zur Verfügung.

Der Erwartungsdruck beim "America’s Team" ist riesig: Seit den Tagen von Troy Aikman, Emmitt Smith und Michael Irvin im Jahr 1996 standen die Cowboys nicht mehr im NFC Championship Game. Für Prescott wird es Zeit, diese Durststrecke zu beenden.

6: Justin Herbert (Los Angeles Chargers)

Trotz gelegentlicher Kritik steht das außergewöhnliche Talent von Justin Herbert außer Frage. Von Beginn an bewies der Quarterback der Chargers, dass er das Zeug zum absoluten Superstar hat – oft gebremst nur von einer schwächelnden Offensive Line.

Vom "Offensive Rookie of the Year" über mehrere 11-Sieg-Saisons bis hin zu einer 5.000-Yard-Spielzeit: Herberts Armtalent ist unbestritten. Zudem hat der ehemalige Oregon Duck sein Spiel um eine gefährliche Komponente als Läufer erweitert.

Mit Offensiv-Mind Mike McDaniel als neuem Coordinator zeigt der Trend für Herbert klar nach oben.

5: Joe Burrow (Cincinnati Bengals)

In der Top 5 stehen Quarterbacks, die eine Partie jederzeit im Alleingang drehen können. Dazu zählt "Golden Boy" Joe Burrow, dessen Siegermentalität schon am College bei den legendären 2019er LSU Tigers herausragte.

Burrow brauchte keine Eingewöhnungszeit in der NFL und ließ sich auch von schweren Verletzungen nie aus der Bahn werfen. Nach einem Kreuzbandriss im Rookie-Jahr führte er Cincinnati 2021 in den ersten Super Bowl seit 1989. Trotz eines Bandrisses im Wurfgelenk sammelte er auch 2024 wieder MVP-Stimmen.

Nach sechs Spielzeiten ist Burrow der Allzeit-Führende bei der Passquote (68,5 %) und wird von Jahr zu Jahr kompletter. Bekommen die Bengals ihre Abwehrprobleme in den Griff, wird es nicht bei einer Super-Bowl-Teilnahme bleiben.

4: Patrick Mahomes (Kansas City Chiefs)

Der am höchsten dekorierte Spielmacher dieser Liste blickt auf zwei komplizierte Jahre zurück: Einer durchwachsenen Saison 2024 samt Super-Bowl-Niederlage gegen die Eagles folgte 2025 die bisher schwerste Spielzeit seiner Karriere, als er sich in Woche 14 das Kreuz- und Außenband riss.

Trotz dieser Rückschläge bleibt Mahomes’ Ausnahme-Status unumstößlich. Als zweifacher MVP, dreifacher Super-Bowl-Sieger und Allzeit-Spitzenreiter bei Passing Yards pro Spiel sowie Erfolgsquote (51,9 %) prägt er eine ganze Ära.

2026 greift er mit neuem Schwung an: Neben Rashee Rice und Travis Kelce (vor seiner wohl letzten Saison) verstärkt der amtierende Super Bowl MVP Kenneth Walker III das Backfield der Chiefs.

3: Matthew Stafford (Los Angeles Rams)

Mit 38 Jahren spielt Matthew Stafford den besten Football seines Lebens. Nach dem Super-Bowl-Triumph in seinem ersten Rams-Jahr verstummten die leisen Zweifel an seiner Zukunft spätestens in der vergangenen Saison.

Stafford dominierte die Liga 2025 nach Belieben: Mit 4.707 Yards und 46 Touchdowns sicherte er sich im Alter von 37 Jahren seinen ersten NFL-MVP-Titel. Die Rams gehen nun als einer der Top-Favoriten in Richtung Super Bowl LXI.

Das Besondere: Das Endspiel steigt im heimischen SoFi Stadium – genau dort, wo Stafford bereits den Super Bowl LVI gewann.

2: Lamar Jackson (Baltimore Ravens)

Einen Spielmacher wie Lamar Jackson gab es in der Geschichte der NFL noch nie. Seine Unberechenbarkeit als Läufer kombiniert mit hochpräzisem Passspiel macht ihn zu einer dynamischen Allzweckwaffe.

Jackson hält das beste Karriere-Passer-Rating der NFL-Geschichte, ist zweifacher MVP und durchbrach mehrfach die Marke von 1.000 Rushing-Yards in einer Saison.

An der Seite von Power-Running-Back Derrick Henry bildet er das Herzstück einer der spektakulärsten Offensiven der Liga.

1: Josh Allen (Buffalo Bills)

Josh Allen ist der Prototyp des modernen Elite-Quarterbacks. Fast im Alleingang verwandelte er die Buffalo Bills von einem Außenseiter in ein dauerhaftes Schwergewicht der AFC East.

Der als 'Winter Soldier' bekannte Spielmacher ist eine regelrechte Touchdown-Maschine: In den vergangenen vier Jahren landete er stets unter den Top 5 der MVP-Wahl und sammelte insgesamt 165 Touchdowns am Boden und durch die Luft. Seine enorme Robustheit unterstreicht seinen Wert – seit seiner Rookie-Saison 2018 hat Allen kein einziges Spiel verpasst.

Zur Saison 2026 beziehen die Bills ihr brandneues Highmark Stadium. Mit Allen als Quarterback stehen den Gegnern stürmische Zeiten bevor.