Anti-muslimische Gesänge bei Testspiel: FIFA ermittelt gegen Spanien

Das Spiel zwischen Spanien und Ägypten fand im Stadion von Espanyol Barcelona statt
Das Spiel zwischen Spanien und Ägypten fand im Stadion von Espanyol Barcelona stattFoto von DAVID ALIAGA, DAVID ALIAGA / NURPHOTO / NURPHOTO VIA AFP

Der Fußball-Weltverband FIFA hat nach den diskriminierenden Vorfällen beim Länderspiel Spaniens gegen Ägypten ein Disziplinarverfahren gegen den spanischen Verband RFEF eröffnet.

Wie die FIFA am Dienstag mitteilte, werden die Vorfälle beim Testspiel am 31. März im Stadion von Espanyol Barcelona (0:0) untersucht. Mögliche Sanktionen sind eine Geldstrafe sowie ein teilweise oder kompletter Zuschauer-Ausschluss.

Teile des Publikums hatten während der Begegnung mehrmals anti-muslimische Gesänge ("Wer nicht hüpft, ist ein Muslim") angestimmt. Der Stadionsprecher hatte die Zuschauer daraufhin ermahnt, die Gesänge einzustellen.

Auch der spanische Verband kritisierte das Verhalten der Fans noch vor dem Abpfiff öffentlich. Spaniens Jungstar Lamine Yamal, selbst Muslim, verurteilte den Vorfall am folgenden Tag scharf und nannte die Gesänge "respektlos und unerträglich". Seine Teamkollegen Joan García und Pedri sowie Nationaltrainer Luis de la Fuente und Spaniens Premier Pedro Sánchez äußerten sich ähnlich. Die Polizei nahm Ermittlungen auf.

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