"Nichts" spreche im Rennen am Sonntag (9.00 Uhr MESZ/Sky) für die Silberpfeile, sagte Teamchef Toto Wolff bei Sky, "im Moment sind wir ein bisschen ratlos." Denn das über Monate vorbereitete Upgrade-Paket - neue Entwicklungen, die das Auto schneller machen sollen - hatte das Auto langsamer gemacht. "Das hatten wir so nicht erwartet, es ist uns noch nie passiert, dass ein Update so daneben gegangen ist", so Wolff.
Und doch brachte auch dieser Samstag in Sepang einen Gewinner im Mercedes. WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli, zuletzt in Baku schwach und zumindest wieder leicht unter Druck, kam mit den Problemen deutlich besser zurecht, als sein Teamkollege George Russell.
Antonellis Vorsprung scheint gesichert
Antonelli wurde im Qualifying Vierter hinter Verstappen, Hamilton im Ferrari und Isack Hadjar. Verstappens Red-Bull-Teamkollege Hadjar wird wegen einer Motorenstrafe aber zurückversetzt, Antonelli startet dadurch von Rang drei - Russell geht bloß vom siebten Platz ins 16. Saisonrennen, das offiziell Grand Prix von Bahrain in Malaysia heißt. Das Rennen war im April wegen des Irankrieges abgesagt und nun nach Sepang verlegt worden.
66 Punkte beträgt Antonellis Vorsprung auf Russell noch, er hat nun gute Chancen, diesen wieder auszubauen, selbst wenn Mercedes nicht um den Sieg fahren kann. Deutlich stärker wirkt Red Bull, für Verstappen könnte damit ein bislang ungewöhnliches Jahr eine Wendung nehmen. Noch nie in seiner Zeit im Red Bull seit 2016 hat er eine Saison ohne Sieg abgeschlossen.
Seine erste Pole Position seit dem Saisonfinale 2025 fühle sich "fantastisch an. Wenn man bedenkt, wie wir in diese Saison gestartet sind, ist das ziemlich unglaublich. Natürlich ist das Ziel jetzt der Sieg."
Nico Hülkenberg kam aufgrund eines Fahrfehlers im ersten Abschnitt des Qualifyings nur auf Rang 17 und schied aus - der Audi hätte mehr möglich gemacht: Teamkollege Gabriel Bortoleto schaffte es ins finale Qualifying-Segment und wurde Zehnter. "Ich habe zu viel gewollt und in einer Kurve alles verloren", sagte Hülkenberg, "das ist ein Fehler, der nicht passieren soll. Wir wären locker durchgekommen." Durch Strafen für weitere Konkurrenten rückt Hülkenberg in der Startaufstellung auf Position 15 vor.
