"Spezieller Moment": Alonso wird vor Grand Prix in Japan Vater

Alonso und Aston Martin stecken sportlich in der Krise
Alonso und Aston Martin stecken sportlich in der KriseReuters

Zumindest privat läuft es hervorragend für Fernando Alonso. Müde, aber glücklich kam der Spanier am Freitagmorgen im Fahrerlager der Formel 1 an, in Japan sitzt er erstmals als Vater im Auto. "Alles lief gut, für die Mutter und das Baby", sagte Alonso bei DAZN, "ein super glücklicher, sehr spezieller Moment." Der 44-Jährige war verspätet zum Grand Prix in Suzuka gereist, seine Lebensgefährtin Melissa Jimenez brachte in dieser Woche das erste gemeinsame Kind zur Welt.

"Ich bin ein bisschen gejetlagt, weil ich heute morgen gelandet bin", sagte Alonso: "Das zweite Training ist gerade zu Ende, und in ein paar Stunden ist schon Schlafenszeit." Ein gewisser Schlafmangel wird den zweimaligen Weltmeister wohl durch das Wochenende begleiten, die sportlichen Schwierigkeiten bei seinem Aston-Martin-Team sind aber das deutlich größere Problem.

Keine großen Ambitionen

Der Rennstall beendete in diesem Jahr noch keinen Grand Prix, die Schwächen des Honda-Antriebs sind zu groß. Auch in den freien Trainings am Freitag war keine deutliche Besserung erkennbar. "Das Auto hat sich nicht toll angefühlt, eher genauso wie bisher", sagte Alonso: "Wir haben ein paar Upgrades mitgebracht, aber ich merke keinen großen Unterschied."

Aston Martin hatte zu Saisonbeginn unfreiwillig für große Aufmerksamkeit gesorgt: Der Antrieb verursachte derart starke Vibrationen, dass die Fahrer Nervenschäden in den Händen befürchteten und keine großen Distanzen zurücklegen konnten. Die Ziele für das dritte Rennen des Jahres in Suzuka (Sonntag, 7.00 Uhr MEZ/Sky) steckt Alonso daher tief. "Es ist Hondas Heimrennen", sagte er: "Hoffentlich kommen wir zum ersten Mal in diesem Jahr ins Ziel."