Die Statistiker streiten sich, ob Hülkenberg für das Sauber-Team bereits an diesem oder erst am nächsten Wochenende seinen 250. Grand Prix bestreiten wird. "Ich habe an ein paar Rennen teilgenommen, bin aber nicht gestartet", erklärte der 38-Jährige die Verwirrungen, als der neben ihm sitzende Williams-Pilot Carlos Sainz etwas irritiert nachfragte.
Die Formel 1 führt Hülkenberg vor dem Katar-Wochenende mit 249 Rennen, andere Quellen weisen 248 auf. Hülkenberg ist es egal, viel wichtiger sei, dass er sich überhaupt für die Karriere entschieden habe. "Ich würde es wieder machen", sagte er: "Offensichtlich gab es gute und weniger gute Tage, aber insgesamt ist es eine großartige Industrie, in der ich arbeite." Er habe "großartige Leute kennengelernt, Freunde gefunden und noch immer Spaß."
Hülkenberg mit bester Formel-1-Saison?
Satt ist er längst noch nicht - im Gegenteil: In der kommenden Saison wartet die nächste große Herausforderung auf den Emmericher, wenn aus Sauber das Audi-Werksteam wird und in der Königsklasse die neuen Regeln greifen. "Ich freue mich auf die nächsten zwölf Monate", so Hülkenberg.
Seine bislang beste Saison in der Formel 1 sei die "aktuelle", antwortete Hülkenberg auf die entsprechende Frage blitzschnell. Schließlich ist er in Silverstone endlich diesen Makel losgeworden: In seinem 239. Rennen fuhr er erstmals aufs Podium, länger hatte in der langen Geschichte der Königsklasse kein Fahrer benötigt.
Allerdings: Es gibt auch nicht allzu viele Fahrer, die so viele Rennen bestritten haben wie Hülkenberg. Egal, ob nun das 250. oder das 249. ansteht, der Emmericher belegt in der Liste der Piloten mit den meisten Grands Prix den 13. Platz. Vor ihm liegen unter anderem Michael Schumacher (307) und Sebastian Vettel (299).
Doch anders als die deutschen Weltmeister stand Hülkenberg nie bei einem absoluten Spitzenteam unter Vertrag, nah dran an der Unterschrift soll er einst bei Ferrari und auch bei Red Bull gewesen sein. "Aber es war eben nicht dicht genug", sagte er lächelnd. Und als er bei Renault dann endlich im Werks-Auto saß und der Weg an die Spitze möglich schien, folgte schnell die Ernüchterung, weil der Rennstall nie einen schnellen Boliden baute.
Kein Hadern mit eigener Karriere
Hülkenberg hat damit längst seinen Frieden geschlossen. Er beschäftige sich "nicht wirklich damit. Es hätte vielleicht anders laufen können, aber ich bin kein Träumer", meinte der Routinier, der um seine Stärken und seinen Wert weiß.
Auch dank seines Einflusses hat sich Sauber in dieser Saison kontinuierlich gesteigert, mit der geballten Power und Wucht von Audi soll es 2026 noch weiter nach vorne gehen: "Ich bin, wo ich bin, und was passiert ist, ist passiert."
