"Wir haben immer gesagt, dass wir es den beiden Fahrern überlassen, um ihre Chance zu kämpfen - solange die Mathematik nichts anderes sagt. Und so wird es auch in Katar sein", sagte Stella. Beim Sprint in Lusail nördlich von Doha am Samstag (15.00 Uhr), im Rennen am Sonntag (17.00 Uhr) sowie beim Saisonfinale in Abu Dhabi (7. Dezember/jeweils Sky) sind noch maximal 58 Punkte zu gewinnen.
Piastri präsentiert sich seit Monaten schwächer als Norris, stand seit August nicht mehr auf dem Podest. Verstappen dagegen kam seither in großen Schritten näher, liegt wie Piastri nur 24 Punkte zurück und profitiert auch davon, dass beide McLaren-Piloten konkurrieren.
"Das Mindset, das uns zwei Konstrukteurstitel und zwei Fahrer in die Position gebracht hat, um die WM zu kämpfen, bleibt unverändert. Wir pushen bis zum Limit und wollen unser volles Potenzial nutzen", sagte Stella: "Schmerzhafte Momente gehören zu unserem Sport dazu, aber man kann aus ihnen lernen und stärker werden."
In Las Vegas hatte McLaren die Autos zu niedrig eingestellt, dadurch verschliss der Unterboden zu sehr - und beide Fahrer wurden disqualifiziert. Verstappen, souveräner Sieger des Rennens und trotzdem noch nicht in Schlagdistanz, rückte erst dadurch im Klassement dicht heran.
Formel 1 GP Katar 2025: Rollen bei Red Bull klar verteilt
"Wir gehen jedes Wochenende mit dem Ziel an, so viele Punkte wie möglich zu holen und die bestmögliche Leistung aus dem Auto herauszuholen – genau wie bei diesem Rennen", sagte der Weltmeister, der auf seinen fünften Titel nacheinander hofft: "Es ist ein Sprint-Wochenende, daher gibt es hier noch mehr Punkte zu gewinnen, und wir können uns nur ein perfektes Wochenende leisten."
Anders als bei McLaren sind die Rollen bei Red Bull klar verteilt, Yuki Tsunoda nimmt die Aufgabe als Verstappen-Helfer bereitwillig an. "Max ist zurück im Titelkampf, und ich werde ihn unterstützen, wo immer ich kann", sagte der Japaner, der sportlich allerdings überhaupt keine Rolle spielt. Denkbar wäre jedoch, dass Tsunoda Verstappen im Qualifying Windschatten gibt, sofern er es denn in den dritten Teil der Zeitenjagd schafft.
Während Verstappen und auch Piastri als Jäger unbeschwert ins Wochenende gehen können, lastet der Druck schwer auf Norris' Schultern. Das will sich der Engländer aber nicht anmerken lassen. Es sei "großartig, wieder in Katar zu starten", sagte er: "Ich bin bereit, um den Sieg zu kämpfen."
