Pesic, der nach mehr als vier Jahrzehnten an der Seitenlinie in Rente geht, war nach dem wertvollen 91:83 (43:40) im dritten Duell sehr zufrieden - so wie Hainer. "Wir können sicher noch besser Defense spielen, aber heute war das die beste Defense von uns bisher in dieser Serie", sagte Pesic (76). Es sei nun wichtig, im ersten Matchballspiel, das am Freitag (20.30 Uhr) erneut in Berlin stattfindet, die Leistung in der Verteidigung "noch einmal zu wiederholen".
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Die Münchner haben sich den Heimvorteil zurückgeholt, geht es in Spiel vier der Best-of-five-Serie also schief, gibt es am Sonntag (16.30 Uhr/beide Dyn) zu Hause eine weitere Chance. Es winkt der achte Meistertitel, es wäre der dritte nacheinander und der zweite unter Pesic nach 2014. Es spricht viel für ein Happy End.
Gavels Kündigung nicht unumstritten
Wie es danach auf dem Trainerposten weitergeht, ist offen. Die Wunschlösung soll Anton Gavel heißen, der frühere Bayern-Profi hatte im Frühjahr die BMA 365 Bamberg Baskets zum Pokalsieg geführt. Das Problem: Die Franken bestehen auf eine Ablösezahlung, die will München nach Angaben von Michael Stoschek nicht leisten. Dem Unternehmer, viele Jahre Aufsichtsratsvorsitzender in Bamberg und bis heute Geldgeber, ist wegen der Umstände nun der Kragen geplatzt.
Denn Gavel versucht angeblich, für den Wechsel aus seinem bis 2027 laufenden Vertrag herauszukommen. "Er hat der Geschäftsführung eine Kündigung vorgelegt: Weil die digitale Unterschrift nicht schriftlich bestätigt wurde, sei sie angreifbar", sagte Stoschek der Sport Bild. Gespräche mit Hainer "in einem sehr professionellen, persönlich freundschaftlichen Ton" hätten "zu keinerlei Einigung geführt", so Stoschek. Von Gavel sei er "persönlich enttäuscht. Er ist der, der den Vertrag bricht."
Die Sache köchelt schon länger. Philipp Höhne, Geschäftsführer in Bamberg, hatte im April betont, dass eine etwaige Ablöse "im siebenstelligen Bereich" liegen müsse. Für Stoschek angemessen: "Ich habe gestern gelesen, dass der FC Bayern für den Fußballspieler Ismael Saibari etwa 50 Millionen Euro ausgeben will. Vor dem Hintergrund fand ich die Idee von Herrn Höhne über etwa eine Million Euro nicht so absurd. Aber Bamberg bekommt keinen Cent." Der Ausgang ist unklar, im Zweifelsfall geht es vor Gericht.
Für die Bayern ein Thema im Hintergrund, im Vordergrund steht das Jetzt. "Serie beenden, Urlaub starten", lautet die Devise von Forward Isiaha Mike. "Wir erwarten ein starkes Alba", warnte aber Weltmeister Niels Giffey. Und Berlin? Will sich wehren. "Wir müssen vor unseren Fans und dieser großartigen Kulisse noch einmal ans Limit gehen", so Trainer Pedro Calles. Denn ab sofort ist für Berlin verlieren verboten.
