Die Basketball-Welt staunte noch über seine "Last Decision", da ackerte LeBron James schon wieder für den perfekten Abschied von der NBA-Bühne.
Oberkörperfrei und mit einem glitzernden Kettchen um den Hals schwitzte der Superstar im Fitnessstudio, pumpte seinen auch im Alter von 41 Jahren noch stählernen Adoniskörper für seine finale Mission bei den Philadelphia 76ers auf.
Es zählt nur der Titel
In der Stadt der brüderlichen Liebe, die seit 43 Jahren keine Basketball-Meisterschaft gefeiert hat, sieht James in seiner 24. Saison die beste Chance auf seinen fünften NBA-Titel.
Damit wäre er der erste Spieler, der mit vier verschiedenen Mannschaften die Championship gewinnt. Er könne helfen, die 76ers zu einem "Meisterschaftsteam" zu machen, meint James. Er wolle die Chance, "noch einmal das Gefühl zu erleben, eine weitere Meisterschaft zu gewinnen."

Magisches Duo "LeBrown"?
Warum aber die Sixers? James hatte die Möglichkeit, zu seinen Ex-Klubs Miami Heat und Cleveland Cavaliers zurückzukehren, die er 2012 und 2013 beziehungsweise 2016 zum Titel geführt hatte.
Auch hätte er mit einem Wechsel zu den Golden State Warriors und damit an die Seite von Stephen Curry den Traum vieler Fans wahrmachen können. Doch LeBron wollte nach "Philly". Und das hatte viel mit der Verpflichtung von Jaylen Brown von den Boston Celtics zu tun.

Als die Nachricht über den Trade Anfang Juli durchsickerte, sagte James' Agent Rich Paul in seinem Podcast "Game Over", habe auf einmal alles "ganz anders" ausgesehen.
Mit Star-Spielmacher Tyrese Maxey, Supertalent VJ Edgecombe, Ex-MVP Joel Embiid, Brown und James verfügen die 76ers nun über eine Starting Five, die auf dem Papier Titelansprüchen gerecht werden kann. Und darum geht es James.
Superstar zum Schnäppchenpreis
An diesem Punkt in seiner Karriere, das machte er klar, sei Geld für ihn keine Motivation mehr. Der Milliardär kassiert im Rahmen seines Zweijahresvertrags insgesamt rund acht Millionen US-Dollar.
In der Parallelwelt NBA ein Spottpreis für das, was "King James" auch im sehr hohen Alter noch zu leisten imstande ist. Immerhin legte er in der vergangenen Saison für die Los Angeles Lakers, wo er 2020 seinen bislang letzten Titel gewann, im Schnitt noch 20,9 Punkte auf.
