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World Series of Darts Finals: Littler erneut nur knapp - Smith überragend

Luke Littler bewies einmal wieder Nerven aus Stahl.
Luke Littler bewies einmal wieder Nerven aus Stahl.PDC

Der Druck der kompletten Dartswelt lastet aktuell auf den Schultern von Luke Littler. Doch "The Nuke" gibt sich keine Blöße und meistert nach Danny Noppert auch den nächsten Stolperstein. Erneut stand der Shooting-Star am Rande einer Niederlage, dieses Mal kitztelte Nathan Aspinall das Maximum aus dem 19-Jährigen. Erneut mit dem besseren Ende für Littler.

Beim Spielstand von 8:9 stand der Mann aus Warrington erneut mit dem Rücken zu Wand, doch trotz einer bebenden Arena und dem Weltranglisten-16. auf der Gegenseite gelang es ihm wieder die Kurve zu kriegen und den Traum des perfekten Major-Jahres am Leben zu halten. Mit dem denkbar knappen 10:9-Erfolg trifft er im Viertelfinale nun auf Jonny Clayton.

Match-Center: Luke Littler vs. Nathan Aspinall

Der Tag begann direkt mit einem absoluten Brecher von Auftakt-Match. Josh Rock durfte sich mit Ryan Searle messen, Power-Scoring stand auf der Tagesordnung, zumindest hätte man das vermuten können. Schlussendlich machten genau die 180er den Unterschied in einem denkbar engen Duell aus, in dem beide klar unter ihren Möglichkeiten spielten. Viermal zimmerte Rock die Pfeile ins Maximum, Searle gelang es hingegen kein einziges Mal, schlussendlich das Zünglein an der Waage beim 10:7-Erfolg und für den Nordiren das Ticket ins Viertelfinale am Sonntag.

Ross Smith hingegen nahm den Schwung vom letzten Euro-Tour-Event mit und überzeugte auch am Samstag. Heutiges "Opfer" des "Smudgers" war Daryl Gurney. Anders als sein Landsmann im vorigen Match, fand "The Chin" nicht ins Match und scheiterte an einem überragenden Smith schlussendlich mit 5:10, dabei warf der Weltranglisten 14. neben sechs 180ern auch einen Average von 100,30.

Im dritten Match des Tages hatte Gian van Veen eigentlich nur einen Pflichtsieg eingeplant, doch Karel Sedlacek spielte in absoluter Vintage-Form. Trotz einer 7:10-Niederlage führte der Tscheche die Statistik sowohl im Average, als auch bei den 180ern an - schlussendlich spielentscheidend waren jedoch die 53 Prozent aufs Doppel von van Veen, der damit kräftig durchatmen darf, bevor er in der Runde der letzten Acht auf Landsmann van Duijvenbode trifft.

Jener sorgte für eine der größten Überraschungen des Abends und schaltete in einem hochqualitativen Match Luke Humphries aus. "Cool Hand Luke" versagten im entscheidenden Leg die Nerven, als der van Duijvenbode die Double-16 checkte, standen beim Engländer noch 246 Rest - kein Druck und am Ende keine Chance für den formschwachen Ex-Weltmeister, folglich dadurch das 10:9 für den "Aubergenius."

Wade mit Routine - Clayton hauchzart

Eine weiteren Upset hätte es im Nachgang beinahe beim Duell zwischen Jonny Clayton und Motomu Sakai gegeben, der Japaner mit dem schrulligen Auftreten schickte bereits gestern Callan Rydz baden, heute fehlte ebenfalls nicht viel um sogar das Viertelfinale zu erreichen. Doch beim 7:7 zeigte sich die Erfahrung von "The Ferret", der statistisch kaum besser als Sakai agierte, jedoch das berühmte Timing auf seiner Seite wusste und somit schlussendlich hauchzart mit 10:8 das Ticket für Sonntag buchen konnte.

Gleiches gilt auch für Gerwyn Price und James Wade. Der "Iceman" nahm die Hürde Jim Long routiniert und schaltete den Kanadier souverän mit 10:5 aus um das Duell mit Wade perfekt zu machen. Jener überzeugte einmal wieder mit High-Scoring und schickte so auch Wessel Nijman nach Hause. Gegen den großgewachsenen Niederländer warf der Veteran im Durchschnitt schlussendlich 101,40 aufs Board - das 10:7 Endergebnis war daraufhin der verdiente Lohn.

Ein Artikel von Henri Briese.
Ein Artikel von Henri Briese.Flashscore