Für Littler war es der sechste Titel auf der European Tour. Gleichzeitig durfte sich der 19-Jährige über ein Preisgeld von 35.000 Pfund (rund 41.000 Euro) freuen. Besonders bemerkenswert: Littler hatte zuvor sechs Monate lang kein Event der European Tour bestritten und war erst beim Turnier in Prag auf die europäische Bühne zurückgekehrt.
Zum Match-Center: Humphries vs. Littler
Mit Humphries stand Littler ausgerechnet der Mann gegenüber, der das Czech Darts Open in den vergangenen Jahren mit Siegen in 2022, 2024 und 2025 geprägt hatte. Im Finale entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe. Littler behielt in den entscheidenden Momenten die Nerven und setzte sich mit 8:6 durch. Damit verhinderte er zugleich den dritten Titelgewinn von Humphries in Serie in Prag.
"Gut, wieder zurück zu sein"
Nach dem Triumph zeigte sich Littler vor allem erleichtert über sein gelungenes Comeback. "Es ist das, was die Fans verdient haben – die beiden Besten standen wieder einmal in einem Finale. Ich bin froh, dass ich gewonnen habe", sagte der Weltmeister.
Auch die längere Pause von der European Tour scheint Littler nicht geschadet zu haben. "Der Rost ist definitiv verschwunden. Ich bin einfach froh, wieder auf der Bühne, vor den Fans und wieder im Spiel zu sein", erklärte der 19-Jährige.
Deutsches Duo verpasst Finaltag
Mit Niko Springer und Martin Schindler waren zwei deutsche Spieler in Prag am Start, doch beide verpassten nach schweren Zweitrunden-Matches den Finaltag.
Springer setzte sich am Freitag noch mühelos mit 6:0 gegen East Europe Qualifier Martin Homola aus der Slowakei durch. Dabei warf der "Meenzer Bub" einen Average von 102,48 und traf über die Hälfte seiner Doppel. In der 2. Runde spielte der 26-Jährige dann einen 98,56-Average bei 44,44 % auf die Doppel. Viele Gegner hätte er damit wohl besiegt, jedoch nicht Weltmeister Luke Littler, der 108,59 warf und bei ähnlicher Doppelquote 6:4 gewann.
Dass Statistiken nicht immer entscheidend sind, zeigte Schindler am Freitagabend. Gegen Rob Owen spielte "The Wall" nur einen Average von 89,5 und damit über sechs Punkte schlechter als der Waliser. Auch die Doppelquoten waren auf Augenhöhe. Vieles spreche für einen Sieg Owens, doch Schindler setzte sich mit 6:4 durch.
Deutlich verbessert zeigte die deutsche Nummer 1 dann in der 2. Runde: Ein Average von 98,24 trafen auf eine hervorragende Doppelquote von 71,43 %. Gegen Wessel Nijman reichte es dennoch nicht. Der Niederländer gewann mit 6:5.
Als erste Frau konnte Beau Greaves ein Match auf der European Tour gewinnen. Gegen Daryl Gurney – bei der WM gab es noch eine 2:3-Niederlage – setzte sich die erst zweite weibliche Tour Card Holderin mit 6:4 durch. Ein zweiter Sieg kam aber nicht dazu. Gegen Czech-Darts-Open-Rekordsieger Luke Humphries verlor sie 2:6. Der Weltranglistenzweite spielte einen Average von 108,98.
