Ganz so leicht fiel es Pesic allerdings nicht, die 61:71-Niederlage im vierten Finalspiel gegen Alba Berlin abzuhaken. "Es gibt keinen, der dir helfen kann, wenn du dir selbst nicht helfen möchtest", sagte der Trainer und zeigte sich selbstkritisch. "Ich weiß jetzt, was wir verbessern müssen. Besser wäre es gewesen, wenn ich das schon während des Spiels gewusst hätte. Aber jetzt weiß ich es."
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Verloren ist für die Münchner dennoch nichts. Am Sonntag (16.30 Uhr/Dyn) steigt das entscheidende fünfte Finalspiel. Während sich die Bayern "zusammensetzen werden und schauen, was schiefgelaufen ist", wie Nationalspieler Niels Giffey nach der Partie sagte, reisen die Spieler von Alba Berlin mit breiter Brust nach München.
Alba sieht "Momentum" auf seiner Seite
"Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir uns den Titel am Sonntag holen werden. Wir haben hart dafür gearbeitet", sagte Jack Kayil, der im Sommer in die NBA gedraftet werden könnte.
"Ich glaube, nach diesem Spiel ist das Momentum auf jeden Fall auf unserer Seite", sagte auch Alba-Profi Michael Rataj. Die Berliner könnten damit nicht nur die erhoffte "Threepeat"-Party der Bayern platzen lassen, sondern auch Pesic den perfekten Abschied vermiesen. Für den Erfolgstrainer wird die Partie am Sonntag in jedem Fall die letzte an der Seitenlinie sein. Nach mehr als vier Jahrzehnten beendet der 76-Jährige seine Trainer-Karriere.
Wer seine Nachfolge antritt, sorgt derweil weiter für Diskussionen. Als Wunschkandidat gilt Anton Gavel. Der frühere Bayern-Profi hatte im Frühjahr die Bamberg Baskets zum Pokalsieg geführt. Das Problem: Die Franken bestehen auf einer Ablöse, die die Münchner nach Angaben von Bambergs Gesellschafter Michael Stoschek nicht zahlen wollen.
Doch all der Trubel kann Pesic egal sein. Für ihn zählt ohnehin nur noch der Sonntag. Dann endet seine Trainerkarriere – im Idealfall mit einem weiteren Meistertitel.
