NBA-Champion Oklahoma City Thunder: "Termingründe" verhindern Besuch im Weißen Haus

Die Oklahoma City Thunder werden das Weiße Haus nicht besuchen.
Die Oklahoma City Thunder werden das Weiße Haus nicht besuchen.SARAH STIER / GETTY IMAGES VIA AFP

Der amtierende NBA-Champion Oklahoma City Thunder wird während seines Aufenthalts in Washington zum Spiel gegen die Wizards am Samstag nicht das Weiße Haus besuchen. Laut einem Bericht von The Athletic führt das Team "terminliche Schwierigkeiten" als Grund an.

In einer Stellungnahme gegenüber dem Portal erklärte das Franchise: "Wir stehen in engem Austausch mit dem Weißen Haus und schätzen die Kommunikation sehr, aber der Zeitpunkt hat diesmal leider einfach nicht gepasst." Eine offizielle Anfrage der Nachrichtenagentur AFP ließ das Team zunächst unbeantwortet.

Die Tradition, dass NBA-Champion im Weißen Haus empfangen werden, besteht seit 1963 – damals machten die Boston Celtics den Anfang. Die 2024er-Celtics waren auch das bislang letzte Team, das im November desselben Jahres vom damaligen Präsidenten Joe Biden geehrt wurde.

Glückwünsche werden zum Politikum

In der jüngeren Vergangenheit entwickelte sich dieser feierliche Akt jedoch immer mehr zu einem Politikum. Nachdem mehrere Spieler der Golden State Warriors nach ihrem Titelgewinn 2017 öffentlich gezögert hatten, zog der damalige Präsident Donald Trump die Einladung kurzerhand via Twitter zurück. Auch nach ihrem Sieg 2018 erfolgte keine Einladung; erst nach dem Titel 2022 kehrten die Warriors unter der Biden-Administration für die Feierlichkeiten zurück ins Weiße Haus.

Während Trumps erster Amtszeit gab es immer wieder Spannungen mit dem Profisport: So lehnten etwa die Philadelphia Eagles (NFL) 2018 eine Einladung ab oder bekamen diese entzogen. Interessanterweise schlug Trump im vergangenen Jahr versöhnliche Töne an und lobte die Eagles als "unglaublich", als sie ihren Super-Bowl-Sieg von 2025 im Weißen Haus feierten.

Zuletzt wurden die US-Eishockey-Herren nach ihrem olympischen Gold geehrt und nahmen an Trumps Rede zur Lage der Nation teil. Die ebenfalls mit Gold ausgezeichneten US-Eishockey-Frauen sagten eine Einladung hingegen ab und verwiesen dabei auf "bereits geplante akademische und berufliche Verpflichtungen". Trump selbst sorgte zudem für Schlagzeilen, als er in einem Glückwunschtelefonat nach Mailand scherzte, er würde wohl "des Amtes enthoben", wenn er die Frauen-Nationalmannschaft nicht ebenfalls einladen würde.