Orlando Magic 108:113 Oklahoma City Thunder
Hartenstein blieb ohne Punkte, legte aber sieben Rebounds und acht Assists auf. Überragender Mann war MVP Shai Gilgeous-Alexander mit 40 Zählern. Es war sein 129. Spiel mit mindestens 20 Punkten und sein 61. Auswärtsspiel in Folge mit dieser Marke – beides NBA-Rekorde. Ein wichtiger Dreier von SGA kurz vor Schluss brach den letzten Widerstand der Magic.
Bei Orlando kam in Abwesenheit des weiterhin verletzt fehlenden Franz Wagner (Knöchelverstauchung) Europameister da Silva als Starter auf 13 Punkte und vier Rebounds, Weltmeister Moritz Wagner trug von der Bank fünf Punkte bei. Paolo Banchero versuchte mit 32 Punkten und 10 Rebounds alles, um die Magic im Spiel zu halten, und brachte sein Team im dritten Viertel sogar kurzzeitig in Führung. Doch die Thunder bewiesen den längeren Atem, unterstützt durch ein Double-Double von Chet Holmgren (20 Punkte, 12 Rebounds).
Während Oklahoma City weiter an der Spitze der Western Conference steht, muss Orlando im Osten nach der zweiten Niederlage in Folge um einen direkten Playoff-Rang bangen.
Milwaukee Bucks 116:123 Cleveland Cavaliers
Nationalmannschaftskapitän Dennis Schröder und die Cleveland Cavaliers setzten derweil ihre wechselhafte Serie fort. Bei den Milwaukee Bucks feierten die Cavs einen 123:116-Erfolg, Schröder steuerte von der Bank drei Punkte, einen Rebound und fünf Assists bei. Seit sechs Spielen wechseln sich bei Cleveland nun schon Sieg und Niederlage ab, dennoch liegt der Meister von 2016 auf direktem Playoff-Kurs.
Ohne ihren "Greek Freak" hängen die Trauben für die Milwaukee Bucks derzeit einfach zu hoch. In Abwesenheit von Giannis Antetokounmpo (Knieverletzung) unterlagen die Bucks den Cavs in einem engen Spiel mit 11-maligem Gleichstand. Evan Mobley und Routinier James Harden teilten sich die Last mit jeweils 27 Punkten und sorgten dafür, dass Cleveland den Auswärtstrip mit einem Erfolgserlebnis startete.
Milwaukee kämpfte leidenschaftlich und traf starke 20 Dreier, wobei Kevin Porter Jr. mit 25 Punkten und 10 Assists voranging. Doch ein Sam-Merrill-Dreier leitete den entscheidenden 8:0-Lauf der Cavs ein, gegen den die Bucks kein Mittel mehr fanden. Die Statistik spricht Bände: Ohne Giannis stehen die Bucks in dieser Saison bei einer mageren Bilanz von 11-21.
Charlotte Hornets 136:106 Miami Heat
Die Charlotte Hornets haben den Miami Heat ordentlich eingeheizt. Angeführt von einem entfesselten LaMelo Ball, der 30 Punkte und 13 Assists beisteuerte, überrollten die Hornets ihre Gäste förmlich. Ball knackte dabei ganz nebenbei die Marke von 6.000 Karrierepunkten. Miami, das ohne seinen verletzten Star-Center Bam Adebayo (Wadenprobleme) antreten musste, hielt bis zum Ende des dritten Viertels mit, wurde dann aber im Schlussabschnitt mit 40:18 regelrecht überrannt.
Besonders die Tiefe der Hornets-Bank machte den Unterschied: Coby White (24 Punkte) und Rookie Kon Knueppel (22 Punkte) sorgten dafür, dass Charlotte den neunten Sieg aus den letzten zwölf Spielen einfahren konnte. Für Miami war es nach einer stolzen Siegesserie die zweite Niederlage in Folge. Trotz 20 Punkten von Tyler Herro fanden die Heat kein Mittel gegen die offensive Wucht der Hornets, die sich damit fest auf dem zehnten Platz im Osten positionieren.
Washington Wizards 117:130 Detroit Pistons
Der Spitzenreiter des Ostens lässt sich nicht beirren, auch wenn der Schreckmoment groß war. Die Detroit Pistons besiegten die Washington Wizards deutlich, mussten aber früh den Ausfall von Cade Cunningham verkraften, der mit Rückenkrämpfen ausschied. In seiner Abwesenheit dominierte Jalen Duren die Zone nach Belieben und legte mit 36 Punkten und 12 Rebounds eine denkwürdige Leistung auf das Parkett.
Für die Wizards wird die Saison immer mehr zum historischen Fiasko: Die 13. Niederlage in Folge ist besiegelt. Trotz eines starken Auftritts von Rookie Bub Carrington, der mit 30 Punkten ein Season-High erzielte, reichte es nicht gegen die abgezockten Pistons. Sollte Washington auch das direkte Wiedersehen am Donnerstag verlieren, droht die Einstellung des negativen Saisonrekords von 14 Pleiten am Stück.
New York Knicks 136:110 Indiana Pacers
Josh Hart erlebte im Madison Square Garden eine Nacht der absoluten Perfektion. Mit einem Season-High von 33 Punkten bei einer fast unglaublichen Quote (12 von 13 aus dem Feld und 5 von 5 Dreiern) zerlegte er die Indiana Pacers fast im Alleingang. Auch ohne ihren Anführer Jalen Brunson (Knöchelverletzung) zeigten die Knicks eine geschlossene Mannschaftsleistung, bei der auch OG Anunoby (26 Punkte) und Karl-Anthony Towns (22 Punkte) glänzten.
Bei den Pacers hingegen herrscht tiefe Depression. Die 14. Niederlage in Folge war zu keinem Zeitpunkt gefährdet, da das Team ohne den verletzten Pascal Siakam völlig die Orientierung verlor. Jarace Walker war mit 16 Punkten noch der auffälligste Akteur in einem Team, das im vierten Viertel bis zu 27 Punkte Rückstand hinnehmen musste. Während New York den vierten Sieg in Serie feiert, wartet Indiana sehnsüchtig auf ein Ende des freien Falls.
Minnesota Timberwolves 116:104 Phoenix Suns
In Minnesota hieß das Motto "Nächster Mann bereit", da Superstar Anthony Edwards mit Knieproblemen pausieren musste. Julius Randle füllte die Lücke mit 32 Punkten bravourös aus und führte die Timberwolves zu einem wichtigen Sieg im Kampf um die Playoff-Plätze im Westen. Ein fulminanter 16:2-Lauf zwischen dem dritten und vierten Viertel brachte die Entscheidung zugunsten der Gastgeber, die damit ihre Ambitionen untermauerten.
Devin Booker stemmte sich mit 34 Punkten gegen die Niederlage, war aber oft auf sich allein gestellt, da Phoenix auf drei seiner Top-Scorer verzichten musste. Bones Hyland avancierte zum X-Faktor von der Bank mit 22 Punkten, während Rudy Gobert unter den Körben mit 19 Rebounds aufräumte. Phoenix rutscht durch die dritte Pleite in Folge tiefer in den Kampf um die Play-In-Plätze, während Minnesota den Anschluss an die Top 4 hält.
Denver Nuggets 124:96 Philadelphia 76ers
Das mit Spannung erwartete Duell der Giganten fiel leider erneut ins Wasser. Da Joel Embiid kurzfristig wegen einer Bauchmuskelverletzung passen musste, wurde er vom Denver-Publikum mit hämischen Buhrufen empfangen – es war das sechste Mal in Folge, dass er in Colorado fehlte. Nikola Jokic ließ sich davon nicht beirren, zauberte 14 Assists aufs Parkett und steuerte das Spiel der Nuggets gewohnt souverän, auch wenn er selbst nur 8 Punkte erzielte.
Philadelphia, das zusätzlich auf Tyrese Maxey und Paul George verzichten musste, war von Beginn an chancenlos. Christian Braun nutzte die Freiheiten für 22 Punkte, während Denver zur Halbzeit bereits mit 33 Punkten Vorsprung führte. Für die Nuggets war es ein entspannter Abend, an dem sie zu keinem Zeitpunkt im Rückstand lagen und ihre Dominanz in der heimischen Arena eindrucksvoll unter Beweis stellten.
Sacramento Kings 104:132 San Antonio Spurs
Victor Wembanyama und seine San Antonio Spurs sind derzeit kaum zu bändigen. Beim Kantersieg in Sacramento reichten "Wemby" 18 Punkte und 8 Rebounds in dosierter Spielzeit, um den achten Sieg aus den letzten neun Spielen einzutüten. Besonders pikant: Der ehemalige Kings-Held De'Aaron Fox lief im Trikot der Spurs auf und steuerte 15 Punkte zum Erfolg gegen sein altes Team bei, das zeitweise mit 41 Punkten hinten lag.
Sacramento erlebte ein Debakel vor heimischer Kulisse, trotz der 32 Punkte von Maxime Raynaud. Die Spurs trafen überragende 25 Dreier und ließen den Kings keine Chance auf eine Aufholjagd. Ein historischer Moment blieb den Fans dennoch: Russell Westbrook kletterte mit 10 Assists in der ewigen NBA-Bestenliste auf Platz 5 und überholte damit die Legenden Mark Jackson und Steve Nash.
