San Antonio Spurs 129:114 Chicago Bulls
"Ich hatte das Gefühl, dass meine Offensive wieder auf ein bestimmtes Niveau kommen muss. Das sollte aber auch nicht auf Kosten der Verteidigung gehen", sagte Wembanyama, der zehn seiner Rebounds unter dem eigenen Korb sammelte. Seine körperliche Form verbessere sich gerade: "Es gibt Höhen und Tiefen in der Saison, aber im Moment läuft es echt super."
Mit dem schnellsten Double-Double der Ligageschichte durch "Wemby" und dem neunten Sieg in Serie untermauerten die Spurs ihre aktuelle Topform. Bei den Bulls herrschte hingegen Unruhe: Nur zwei Stunden vor Spielbeginn trennte sich das Team von Jaden Ivey aufgrund "geschäftsschädigenden Verhaltens". Auf dem Platz konnte auch Ex-Spur Tre Jones mit 23 Punkten die vierte Niederlage in Folge nicht verhindern, da San Antonio zwischenzeitlich mit bis zu 29 Punkten davonzog und die Bulls-Defensive phasenweise vorführte.
Utah Jazz 113:122 Cleveland Cavaliers
Weniger spektakulär, aber ebenfalls erfolgreich spielte Dennis Schröder. Der Weltmeister kam beim 122:113-Auswärtssieg seiner Cleveland Cavaliers bei den Utah Jazz auf drei Punkte, vier Rebounds und drei Assists. Für die Cavaliers war es ein weiterer Schritt in Richtung Playoff-Teilnahme.
Donovan Mitchell kehrte an seine alte Wirkungsstätte zurück und lieferte zusammen mit Evan Mobley eine Show ab: beide erzielten jeweils 34 Punkte. Mobley dominierte die Zone mit acht Dunks und sicherte Cleveland mit einem entscheidenden 14:1-Lauf im vierten Viertel den fünften Auswärtssieg in Folge.
Die Jazz, die verletzungsbedingt mit einer Rumpftruppe von nur acht Spielern antraten, verkauften sich teuer und gingen durch Ace Bailey im letzten Viertel sogar kurzzeitig in Führung. Doch am Ende fehlten Kraft und Tiefe, um gegen das abgeklärte Starensemble aus Cleveland zu bestehen, das auch ohne die geschonten Jarrett Allen und Max Strus gewann.
Oklahoma City Thunder 114:110 (OT) Detroit Pistons
Bei Oklahoma City Thunder fehlte Isaiah Hartenstein, der Titelverteidiger gewann dennoch mit 114:110 nach Verlängerung gegen die Detroit Pistons. Spieler des Spieles war wie so oft Shai Gilgeous-Alexander. Der Kanadier erzielte 47 Punkte. OKC ist mit 60 Siegen bei nur 16 Niederlagen das beste Team der NBA. SGA baute zudem seinen Rekord auf 136 Spiele in Folge mit mindestens 20 Punkten aus.
Detroit, das ohne fünf Stammspieler (darunter Cade Cunningham) antrat, lieferte einen heroischen Kampf und führte kurz vor Ende der regulären Spielzeit sogar mit sieben Punkten. Ein spätes Comeback der Thunder und acht Punkte von Gilgeous-Alexander in der Overtime verhinderten jedoch die Sensation und hielten OKC an der Spitze der Western Conference.
Los Angeles Lakers 120:101 Washington Wizards
Dahinter folgen in der Western Conference die Spurs (57 Siege) und die Los Angeles Lakers (49). Das Team von LeBron James gewann am Montag auch ohne Luka Doncic gegen die Washington Wizards problemlos mit 120:101. Maximilian Kleber stand nicht im Kader.
James erzielte als bester Werfer der Lakers 21 Punkte. Es war ein historischer Abend für den "King": Mit diesem Erfolg zog James in der ewigen Bestenliste der Siege (inklusive Playoffs) mit der Legende Kareem Abdul-Jabbar gleich – beide stehen nun bei 1.228 gewonnenen Partien.
Trotz des Fehlens von Luka Doncic (Sperre) ließen die Lakers keine Zweifel aufkommen. Nach einem ausgeglichenen ersten Viertel zündete L.A. den Turbo und ging mit einem 38:13-Lauf in die Halbzeitpause. Während Washington die 19. Niederlage aus den letzten 20 Spielen kassierte, rücken die Lakers immer näher an die feste Playoff-Qualifikation heran.
Miami Heat 119:109 Philadelphia 76ers
In South Beach erlebten die Fans eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Die Miami Heat bewiesen Nervenstärke aus Stahl und drehten die Partie gegen die 76ers dank eines furiosen 14:0-Laufs in den Schlussminuten zu einem 119:109-Sieg. Tyler Herro (30 Punkte) und Bam Adebayo (23 Punkte, 16 Rebounds) waren der Fels in der Brandung, während Rookie Pelle Larsson mit einem Career-High von 20 Punkten und 10 Rebounds für die Überraschung des Abends sorgte.
Für Philadelphia war es eine bittere Pille, da sie sich nach zweistelligen Rückständen eigentlich schon zurückgekämpft hatten. Joel Embiid (26 Punkte) brachte die Sixers drei Minuten vor Ende sogar mit einem Dreier in Führung, doch dann drehte Miami den Hahn zu. Trotz der lautstarken Unterstützung für den Lokalmatador VJ Edgecombe durch Fans von den Bahamas mussten die 76ers ohne Beute die Heimreise antreten.
Atlanta Hawks 112:102 Boston Celtics
Die State Farm Arena scheint für die Gegner derzeit uneinnehmbar zu sein. Die Atlanta Hawks feierten mit einem 112:102 gegen die Boston Celtics ihren 13. Heimsieg in Folge. Angeführt von Onyeka Okongwu und Jalen Johnson, die beide mit 20 Punkten und starken Double-Doubles glänzten, nutzten die Hawks das Momentum eines starken dritten Viertels (36:22), um den Grundstein für den Erfolg zu legen.
Die Celtics mussten ohne ihren verletzten Superstar Jayson Tatum auskommen, konnten aber immerhin auf den Rückkehrer Jaylen Brown zählen, der mit 29 Punkten Topscorer der Partie wurde. Zwar kämpfte sich Boston im vierten Viertel noch einmal bis auf acht Punkte heran, doch Johnson und Alexander-Walker blieben an der Freiwurflinie eiskalt und tüteten den Sieg für Atlanta ein.
Memphis Grizzlies 105:131 Phoenix Suns
In Memphis zeigten die Phoenix Suns, warum mit ihnen im Westen zu rechnen ist. Devin Booker lief heiß und versenkte 16 seiner 24 Würfe für insgesamt 36 Punkte beim deutlichen 131:105-Erfolg. Ein spektakulärer Buzzer-Beater-Dreier von Booker am Ende des dritten Viertels brach den Widerstand der Grizzlies endgültig und leitete einen entscheidenden 11:0-Lauf im Schlussabschnitt ein.
Während die Suns mit einer Trefferquote von über 50 % und 17 verwandelten Dreiern glänzten, hatten die jungen Grizzlies dem wenig entgegenzusetzen. Tyler Burton führte Memphis mit 17 Punkten an, doch die Tiefe des Kaders von Phoenix – inklusive einer starken Leistung von Collin Gillespie im vierten Viertel – war an diesem Abend eine Nummer zu groß.
Dallas Mavericks 94:124 Minnesota Timberwolves
In Dallas gab es für die heimischen Fans wenig zu lachen. Die Minnesota Timberwolves überrollten die Mavericks mit 124:94, wobei Rückkehrer Anthony Edwards für eine kuriose Szene sorgte: Er verpasste den Tip-off und musste von der Bank kommen, da er zu spät aufs Feld kam. Das hinderte ihn jedoch nicht daran, 17 wichtige Punkte beizusteuern, während Julius Randle in seiner Heimatstadt mit 24 Punkten glänzte.
Für die Mavericks setzt sich die Talfahrt ohne Aussicht auf Besserung fort; es war die 13. Heimniederlage in Folge – ein historischer Tiefpunkt im American Airlines Center. Auch Top-Rookie Cooper Flagg erwischte einen gebrauchten Abend und traf nur 5 seiner 19 Würfe, während die Wolves ihren fünften Platz im Westen festigten.
