Eine Leistung, die fast ein wenig untergegangen ist: 2024 und 2025 führten Anthony Edwards und die Timberwolves ihr Team zweimal in Folge ins Finale der Western Conference – ein Kunststück, das zuvor seit den schier unschlagbaren Golden State Warriors keiner Franchise mehr gelungen war. Die Kehrseite der Medaille: Beide Serien gingen verloren.
In der NBA dreht sich fast alles um das magische "Championship Window" – doch wie lange steht dieses Fenster für Minnesota noch offen? Die Konkurrenz schläft nicht: Die Thunder und Nuggets bleiben Schwergewichte, während die Spurs rasant aufholen. Von den vielen ambitionierten Außenseitern ganz zu schweigen. Um ihrem Franchise-Player ein titelfähiges Ensemble zur Seite zu stellen, ist das Management der Wolves bereits hohes Risiko eingegangen und hat zahlreiche Draft-Picks geopfert.
Diesen kompromisslosen Kurs setzten sie im Sommer fort und holten LaMelo Ball von den Charlotte Hornets. Damit stellt "Minny" auf dem Papier den vielleicht stärksten Backcourt der gesamten Liga. Doch die Scheinwerfer richten sich auf die Hauptfigur: Anthony Edwards bleibt der absolute Anker – ein Spieler, der Partien, Playoff-Serien und ganze Saisons im Alleingang entscheiden kann. Nun schlägt die Stunde der Wahrheit.
Echte Legitimität erlangen Superstars erst durch Ringe. Das gilt umso mehr in einer Western Conference, die vor Elite-Teams und MVP-Kandidaten nur so wimmelt. "Ant-Man" muss die Konkurrenz nun Reihe für Reihe überspringen. Das hochkarätige Team im Rücken hat er – jetzt ist der Moment gekommen, der Beste der Welt zu werden.
Statistiken 2025/2026 : 28,8 Punkte bei 48,9 % Trefferquote, davon 39,9 % von der Dreierlinie, 5 Rebounds, 1,4 Steals (61 Spiele).
Realistisches Ziel 2026/2027: 30 Punkte, MVP-Kandidat.
