Ein Nummer-1-Pick steht stets unter dem Druck, der unangefochten beste Spieler seiner Draft-Klasse zu sein. Für Cunningham ist diese Mission längst erfüllt. Nach fünf Jahren in der Liga lässt sich ein klares Fazit ziehen: Der ehemalige Point Guard der Oklahoma State Cowboys hat die Vorschusslorbeeren vollkommen zu Recht erhalten.
Er hat sein immenses Potenzial Schritt für Schritt auf dem NBA-Parkett entfaltet. In der vergangenen Spielzeit reifte er vollends zum Führungsspieler eines Teams, das seine Conference auf dem ersten Platz beendete. Dank seiner herausragenden Leistungen und Leader-Qualitäten feierten die Detroit Pistons zudem ihren ersten Playoff-Seriensieg seit 2008.
Das bitter gewonnene Aus im entscheidenden Spiel 7 gegen die Cavaliers hinterließ zwar einen sauren Beigeschmack, dient der „Motor City“ nun aber als Extra-Motivation. Die glorreichen Bad-Boys- und 2000er-Zeiten – mit sechs Conference-Finals in Serie – schreien förmlich nach einer neuen Generation, die in diese Fußstapfen tritt. Die Playoffs haben die Schwachstellen der Pistons offenbart; nun liegt es am Front Office, an den richtigen Stellschrauben zu drehen.
Individuell ist Cunningham längst im Star-Olymp angekommen. Der nächste Schritt führt ihn in die Riege der echten Superstars – dort, wo man um MVP-Trophäen spielt und Meisterschaften gewinnt. Seine Symphonie ist noch nicht vollendet, doch der Maestro gewinnt von Jahr zu Jahr an Klasse. Man könnte meinen, er sei genau dafür geboren. Für Platz eins reicht es in dieser Saison wohl noch nicht ganz, doch sein Trend kennt nur eine Richtung: steil nach oben.
Statistik 2025/2026: 23,9 Punkte bei einer Trefferquote von 46,1 %, davon 34,2 % von der Dreierlinie, 9,9 Assists und 5,5 Rebounds (64 Spiele).
Realistisches Ziel 2026/2027 : 26 Punkte, 12 Assists, 7 Rebounds, MVP-Kandidat.
