50: Ja Morant (Portland Trail Blazers) -9 Plätze
Die turbulente Beziehung zu Memphis gehört endgültig der Vergangenheit an. Für den ehemaligen All-Star geht es nach Oregon – an einen Ort, an dem man händeringend auf seine Rückkehr zu alter Stärke hofft. Mageren 79 Einsätzen in den letzten drei Jahren und schwindendem Kredit zum Trotz haben die Trail Blazers das Risiko gewagt. Auf dem Papier verspricht der Backcourt an der Seite von Damian Lillard Spektakel pur. Defensiv wirft dieses Duo allerdings deutliche Fragen auf. Dennoch: Morant besitzt die Qualität, ein ganzes Team mitzureißen – vorausgesetzt, er findet zu alter Form zurück. Wenn nicht, droht der endgültige Absturz.
Statistiken 2025/2026: 19,5 Punkte bei einer Trefferquote von 41 %, darunter 23,5 % Dreierquote (20 Spiele).
Realistisches Ziel 2026/2027: 25 Punkte, mindestens 65 Spiele.
49: Derrick White (Boston Celtics) -5 Plätze
Die Celtics haben seit dem Championship-Run 2024 etwas an Schwung verloren. Ihr Guard bleibt dagegen die gewohnte Konstante: In der Defense nach wie vor elitär, hält er sich in der Offensive oft vornehm zurück. White gilt nicht ohne Grund als einer der am meisten unterschätzten Akteure der Liga. Das Potenzial für mehr Offensiv-Einfluss ist unbestritten da. Bietet der Abgang von Jaylen Brown nun den nötigen Entfaltungsspielraum? Wir bleiben skeptisch.
Statistiken 2025/2026: 16,5 Punkte bei einer Trefferquote von 39,4 %, darunter 32,7 % Dreierquote, 5,4 Assists (77 Spiele).
Realistisches Ziel 2026/2027: 20 Punkte, 8 Assists, Kandidat für das NBA All-Defensive Team
48: Zion Williamson (New Orleans Pelicans) -19 Plätze
Zwei Plätze vor dem zweiten Pick des Drafts 2019 reiht sich der damalige Top-Pick ein. Nach sieben Jahren in der NBA liefert Zion zwar solide Zahlen, lässt den wirklichen Impact aber weiter vermissen. Es bleibt der bittere Beigeschmack, dass er mit etwas mehr Einstellung absolut unaufhaltsam sein könnte. Er ist zweifellos ein guter Spieler – für ein Talent, das als einer der meisterwarteten Rookies des 21. Jahrhunderts galt, ist das jedoch schlicht zu wenig. Die Trade-Gerüchte verdichten sich: Setzen die seit Jahren im Mittelmaß feststeckenden Pelicans nun den Rotstift an?
Statistiken 2025/2026: 21 Punkte bei einer Trefferquote von 60 %, 5,7 Rebounds (62 Spiele).
Realistisches Ziel 2026/2027: 25 Punkte, Kandidat für das All-NBA Team
47: Stephon Castle (San Antonio Spurs) +48 Plätze
Gerade einmal zwei Jahre in der Liga – und schon jetzt als zweite Option eines Finals-Teilnehmers etabliert: Castle ist ohne jede Diskussion der stärkste Akteur seines Draft-Jahrgangs. Nach überragenden Playoff-Auftritten zeigt seine Leistungskurve steil nach oben. Wenn er De'Aaron Fox endgültig aus sticht und mit Dylan Harper das neue Guard-Duo bildet, gehört ihm die Zukunft. Seine Entwicklung verlief rasant und ist noch lange nicht abgeschlossen. Bekanntlich ist die dritte Saison oft die des endgültigen Durchbruchs.
Statistiken 2025/2026: 16,7 Punkte bei einer Trefferquote von 47,1 %, darunter 33,2 % Dreierquote, 7,4 Assists (68 Spiele).
Realistisches Ziel 2026/2027: 20 Punkte, 10 Assists
46: Jalen Duren (Detroit Pistons) +18 Plätze
Eine Enttäuschung sieht anders aus – und doch hinterlässt ein Abfall um neun Punkte im Schnitt zwischen Regular Season und Playoffs einen faden Beigeschmack. Zählt man das zähe Feilschen um seine Vertragsverlängerung hinzu, blickt Duren auf eine eher unruhige Offseason zurück. In der regulären Saison dürfte der Center als verlängerter Arm von Cade Cunningham wieder aufblühen und Detroits Aufschwung mitgestalten. Am Ende wird er sich aber an seinen Leistungen in den Postseason-Messen messen lassen müssen.
Statistiken 2025/2026: 19,5 Punkte bei einer Trefferquote von 65 %, 10,5 Rebounds (70 Spiele).
Realistisches Ziel 2026/2027: 22 Punkte, 12 Rebounds
45: Keyonte George (Utah Jazz) NEU IM RANKING
Das besagte dritte Jahr verhalf dem Playmaker der Jazz zum Sprung vom vielversprechenden Talent unter die Top-25-Scorer der NBA. Die logische Folge: eine vorzeitige Vertragsverlängerung. Die eigentliche Herkulesaufgabe wartet jedoch erst jetzt auf ihn. Mit der Ankunft von Top-Talent Darryn Peterson muss sich George an der Seite eines Spielers arrangieren, auf dem deutlich größere Erwartungen lasten. Gleichzeitig gilt es, den eigenen Einfluss auf das Spiel nicht einzubüßen – eine anspruchsvolle Gratwanderung.
Statistiken 2025/2026: 23,6 Punkte bei einer Trefferquote von 45,6 %, darunter 37,1 % Dreierquote, 6,1 Assists (54 Spiele).
Realistisches Ziel 2026/2027: 25 Punkte, 9 Assists
44: Domantas Sabonis (Sacramento Kings) -26 Plätze
Der Start ins Vierte Jahrzehnt ging für den litauischen Center gründlich daneben. Nach verletzungsgeplagten Monaten blickt er auf eine weitere enttäuschende Saison mit den weiterhin orientierungslosen Kings zurück. Die Frage drängt sich auf, ob Sabonis bei einer anderen Franchise nicht besser aufgehoben wäre. Seine eklatanten defensiven Schwächen dürften Tradegespräche allerdings ähnlich verkomplizieren wie sein üppiges Gehalt. Seine Zahlen stimmen weiterhin, verpuffen jedoch wirkungslos. Während Sabonis individuell abliefern dürfte, bleibt die Skepsis bezüglich seines Teams groß.
Statistiken 2025/2026: 15,8 Punkte bei einer Trefferquote von 54,3 %, 11,4 Rebounds (19 Spiele).
Realistisches Ziel 2026/2027: 20 Punkte, 12 Rebounds, 6 Assists
43: Darius Garland (Los Angeles Clippers) +14 Plätze
Die Cavs gaben ihm schließlich ab und setzten auf Erfahrung (James Harden) statt auf Garlands Zukunft. Dabei hat der 26-Jährige seinen Zenit noch keineswegs erreicht. Schlägt in dieser Saison seine große Stunde? Als hocheffizienter, schnörkelloser Playmaker und starker Passer wartet die Liga weiterhin auf seinen endgültigen Leistungssprung, auch wenn dieser bei einem Team im Umbruch erfolgen muss. Garland hat den Ball selbst in der Hand: Die Gelegenheit ist da, um sich als echter Leader zu etablieren. Viele Chancen dieser Art werden nicht mehr folgen.
Statistiken 2025/2026: 18,8 Punkte bei einer Trefferquote von 48 %, darunter 39,6 % Dreierquote, 6,7 Assists (45 Spiele).
Realistisches Ziel 2026/2027: 22 Punkte, 10 Assists
42: Chet Holmgren (Oklahoma City Thunder) -17 Plätze
Eine kuriose Spielzeit für den Thunder-Center: Zwar schraubte er seine Ausbeute nach oben, büßte parallel jedoch an spürbarem Impact ein. Gerade nach der Verletzung von Jalen Williams hätte Holmgren eine tragendere Rolle einnehmen müssen – Qualitäten, die OKC in den Playoffs bei der verpassten Titelverteidigung schmerzlich vermisste. Der Abstieg im Ranking ist die Quittung dafür, was angesichts seines bevorstehenden Max-Contracts Fragen aufwirft. Panik ist in Oklahoma City zwar ein Fremdwort, doch bei einem derart polarisierenden Akteur bleibt das Leistungsspektrum schwer kalkulierbar. In diesem Jahr steht er unter Zugzwang.
Statistiken 2025/2026: 17,1 Punkte bei einer Trefferquote von 55,7 %, 8,9 Rebounds (69 Spiele).
Realistisches Ziel 2026/2027: 22 Punkte, 11 Rebounds
41: Kyrie Irving (Dallas Mavericks) COMEBACK
Das Warten hat ein Ende: "Uncle Drew" meldet sich zurück. 18 Monate nach seiner schweren Knieverletzung steht Irving vor dem Comeback auf dem Parkett. Die Kernfrage lautet: In welcher Rolle? An der Seite des künftigen Eckpfeilers Cooper Flagg ist er rein vom Talent her nach wie vor der beste Spieler der Mavs. Mitten im Neuaufbau nach der Luka-Dončić-Ära bietet sich Dallas die Chance, Irving im Februar Spielpraxis zu geben, um seinen Marktwert für einen Trade zu steigern. Mit 34 Jahren bleibt seine physische Form Wundertüte – wir trauen ihm dennoch eine starke Rückkehr zu.
Realistisches Ziel 2026/2027: 22 Punkte, 7 Assists
