60: Paul George (Boston Celtics) -20 Plätze
Mancherorts hieß es bereits, seine besten Tage lägen hinter ihm. Zwar blitzte sein Können immer wieder auf, doch überschattete eine 25-Spiele-Sperre wegen eines Anti-Doping-Verstoßes seine vergangen Saison deutlich. Umso überraschender kam sein Transfer als zentrales Tauschobjekt im Trade von Jaylen Brown zu den 76ers. Auf dem Papier agiert er nun als zweite Geige der Celtics – in der Praxis zeigt die Leistungskurve jedoch spürbar nach unten. Es sei denn, er straft seine Kritiker noch einmal Lügen.
Stats 2025/2026: 17,3 Punkte bei 43,9 % Trefferquote, davon 39,2 % aus der Dreipunktdistanz (37 Spiele).
Realistisches Ziel 2026/2027: mindestens 20 Punkte
59: Mikal Bridges (New York Knicks) +4 Plätze
Die Knicks holten den Titel – und mit ihnen auch Mikal Bridges. Doch welche Rolle nimmt er im Star-Ensemble ein? Vermutlich höchstens die der vierten Option. Dass er das klaglos akzeptiert und seine eigenen Ansprüche für den Erfolg des Kollektivs zurückstellt, zeichnet ihn als Edel-Rollenspieler aus. Genau so gewinnt man Meisterschaftsringe. Uns erwartet wohl eine gewohnt verlässliche Saison: bärenstarke Defense, treffsichere Würfe aus der Ecke und emotionale Runs – inklusive des Ausbaus seines beeindruckenden Dauerbrenner-Rekords. Davon könnte sich so mancher Teamkollege eine Scheibe abschneiden.
Stats 2025/2026: 14,4 Punkte bei 49 % Trefferquote, davon 37,1 % aus der Dreipunktdistanz (82 Spiele).
Realistisches Ziel 2026/2027: 16 Punkte, 50 % Trefferquote, 40 % aus der Dreipunktdistanz, 82 Spiele.
58: Julius Randle (Brooklyn Nets) -34 Plätze
In der Saison 2024/2025 glänzte er noch als perfekter Schatten-Co-Star neben Anthony Edwards in einem eingespielten Team. Doch der Wunsch nach mehr Ballkontrolle und einer höheren Punktausbeute brachte das Gefüge ins Wanken. Die Konsequenz: Ein First-Class-Ticket nach Brooklyn, wo er nun primär für die Punkte zuständig ist. Eine Entwicklung, die seine Karriere treffend zusammenfasst: Das Talent ist unbestritten, doch stellt er sich nicht in den Dienst der Mannschaft, bleibt er trotz imposanter Statistiken ein wirkungsloser Solist.
Stats 2025/2026: 21,1 Punkte bei 48,1 % Trefferquote, davon 31,5 % aus der Dreipunktdistanz (79 Spiele).
Realistisches Ziel 2026/2027: 25 Punkte
57: Jimmy Butler (Golden State Warriors) -25 Plätze
Dass er zurückkehrt, steht außer Frage – die große Frage ist nur: wann? Nach seiner schweren Knieverletzung aus der Vorsaison ist ungewiss, wann "Jimmy Buckets" wieder ins Geschehen eingreifen kann. Der Erfolg der Warriors-Saison wird maßgeblich von dieser Personalie abhängen. Mit 37 Jahren neigt sich sein Tank zwar dem Ende zu, doch für einen tiefen Playoff-Run reicht seine Energie allemal. Vorausgesetzt, Golden State löst überhaupt das Ticket für die Postseason.
Stats 2025/2026: 20 Punkte bei 51,9 % Trefferquote, davon 37,6 % aus der Dreipunktdistanz (38 Spiele).
Realistisches Ziel 2026/2027: Rückkehr vor Beginn des Jahres 2027, mindestens 23 Punkte.
56: Ivica Zubac (Indiana Pacers) -22 Plätze
In Kalifornien schickte er sich an, die beste Saison seiner Karriere zu spielen, was die Pacers veranlasste, tief für ihn in die Tasche zu greifen. Doch der Hype verflog rasch: Kaum in Indianapolis angekommen, fand er sich überraschend auf dem Abstellgleis wieder. Eigentlich war er als idealer Pick-and-Roll-Partner für das große Comeback von Tyrese Haliburton eingeplant. Doch nach unzähligen unerfüllten Versprechungen schwindet der Glaube an seinen endgültigen Durchbruch zusehends.
Stats 2025/2026: 14,1 Punkte bei 59,8 % Trefferquote, 10,6 Rebounds (48 Spiele).
Realistisches Ziel 2026/2027: 18 Punkte, 12 Rebounds.
55: Josh Giddey (Chicago Bulls) +22 Plätze
Der Tapetenwechsel weg von den Thunder war die genau richtige Entscheidung. Seit zwei Spielzeiten blüht Giddey in Chicago auf – er entwickelt sich nicht nur statistisch, sondern auch spielerisch enorm weiter. Zwar bleibt seine Defensive eine eklatante Schwachstelle, doch bei den Bulls, die endlich eine klare Richtung einschlagen, fungiert er als zentraler Taktgeber der Offensive. Individuell hat er den nächsten Schritt gemacht, jetzt muss er diesen Reifeprozess auf das gesamte Team übertragen.
Stats 2025/2026: 17 Punkte, 9,1 Assists, 8,3 Rebounds (54 Spiele).
Realistisches Ziel 2026/2027: 20 Punkte, 10 Assists, 8 Rebounds.
54: Desmond Bane (Orlando Magic) +13 Plätze
Gespannt blickte die Liga darauf, wie er sich abseits von Memphis schlagen würde. In Orlando stahl er Franz Wagner rasch die Show und schwang sich zur verlässlichen zweiten – an manchen Abenden gar ersten – Option auf. Kollektiv traten die Magic jedoch auf der Stelle. Unter dem neuen Head Coach soll sich das nun ändern. Um sein volles Potenzial abzurufen, hat der Scharfschütze noch etwas Spielraum. Am besten gelingt das, solange er in seiner maßgeschneiderten Rolle als Co-Star bleibt.
Stats 2025/2026: 20,1 Punkte bei 48,4 % Trefferquote, davon 39,1 % aus der Dreipunktdistanz (82 Spiele).
Realistisches Ziel 2026/2027 : 24 Punkte, 50 % Trefferquote, 40 % aus der Dreipunktdistanz
53: Brandon Ingram (Los Angeles Clippers) +7 Plätze
Bei ihm wiederholt sich die Geschichte: Sein Talent ist unbestritten und ligaweit anerkannt, doch kein Franchise schafft es, ein funktionierendes System um ihn herum aufzubauen. Toronto setzte kurzzeitig auf ihn, zögerte jedoch nicht, ihn für die Rückkehr von Kawhi Leonard abzugeben. Nun zieht es ihn zurück an die Wurzeln nach Los Angeles. Obwohl ihn eine Achillessehnenverletzung bremst, verspricht das Zusammenspiel mit Darius Garland große Klasse. Schafft er hier endlich den dauerhaften Sprung ins Rampenlicht?
Stats 2025/2026 : 21,5 Punkte bei 47,7 % Trefferquote, davon 38,2 % aus der Dreipunktdistanz (77 Spiele).
Realistisches Ziel 2026/2027: mindestens 25 Punkte.
52: Lauri Markkanen (Utah Jazz) -13 Plätze
Fit gehört der Finnen-Hüne zweifellos zu den gefährlichsten Scorern der gesamten Liga. Allerdings machten ihm in den letzten zwei Jahren immer wieder Verletzungen sowie die Ambitionslosigkeit seines Teams einen Strich durch die Rechnung. Utah steht vor der Pflicht, den nächsten Entwicklungsschritt zu machen, doch braucht es dafür noch seinen "Finnisher"? Angesichts anhaltender Trade-Gerüchte und vielversprechender Youngster im Kader wäre er ein wertvolles Puzzlestück für einen echten Titelanwärter, sofern dieser bereit ist, seinen üppigen Vertrag zu übernehmen.
Stats 2025/2026: 26,7 Punkte bei 47,7 % Trefferquote, davon 35,5 % aus der Dreipunktdistanz (42 Spiele).
Realistisches Ziel 2026/2027: mindestens 28 Punkte.
51: De'Aaron Fox (San Antonio Spurs) -16 Plätze
Ein kniffliger Fall: Er wechselte nach Texas, um die optimale Ergänzung an der Seite von Victor Wembanyama zu bilden. Doch während die jungen Spurs-Talente rasch reiften, enttäuschte Fox in den Playoffs – allen voran in den Finals. Mit einem rentablen Vierjahresvertrag im Gepäck ist ein Trade nahezu ausgeschlossen, ohne gewaltige Einbußen hinzunehmen. Den Spurs bleibt somit nichts anderes übrig, als das Beste aus der Situation zu machen. Die Qualität, das Ruder herumzureißen, besitzt er allemal.
Stats 2025/2026: 18,6 Punkte bei 48,6 % Trefferquote, davon 33,2 % aus der Dreipunktdistanz, 6,2 Assists (72 Spiele).
Realistisches Ziel 2026/2027: 22 Punkte, 8 Assists.
