Washington Wizards 111:132 Oklahoma City Thunder
Ende des zweiten Viertels war Oklahomas Jaylin Williams mit Gegenspieler Justin Champagnie aneinandergeraten. Es entwickelte sich eine Rudelbildung, die sich sogar auf die Tribüne verschob. Nach einer elfminütigen Unterbrechung wurden neben Williams und Champagnie auch Ajay Mitchell und Cason Wallace von den Thunder des Feldes verwiesen.
Auch mit drei Spielern weniger hatte der Meister mit Washington jedoch nur wenig Mühe. Shai Gilgeous-Alexander war mit 40 Punkten einmal mehr nicht zu stoppen und baute seinen NBA-Rekord auf 63 aufeinanderfolgende Auswärtsspiele mit mindestens 20 Punkten aus. Unterstützt wurde er von einem überragenden Isaiah Hartenstein, der mit 20 Rebounds und 10 Assists (bei 9 Punkten) nur haarscharf an einem Triple-Double vorbeischrammte.
Die Playoff-Teilnahme haben die Thunder, die weiter an der Tabellenspitze der Western Conference liegen, bereits sicher. Für die Wizards war es die 15. Niederlage in Serie, womit sie nur noch ein Spiel vom Franchise-Negativrekord entfernt sind.
Orlando Magic 104:105 Los Angeles Lakers
Auch die Los Angeles Lakers befinden sich diesbezüglich auf einem guten Weg. Die Kalifornier gewannen bei den Orlando Magic, die weiter ohne den verletzten Franz Wagner auskommen mussten, mit 105:104 und holten ihren neunten Sieg in Folge. Im Mittelpunkt stand einmal mehr LeBron James: Mit seinem 1612. Hauptrundenspiel in der NBA sicherte sich der Altstar die alleinige Bestmarke. "Ich wusste, sobald ich das Feld betrat, dass ich den Rekord brechen würde, und das ist schon ziemlich cool", sagte James, der für die Lakers auf zwölf Punkte kam.
Doch während „King James“ Geschichte schrieb, war es Luke Kennard, der zum Helden des Spiels wurde: Mit nur noch 0,6 Sekunden auf der Uhr versenkte er den entscheidenden Dreier zum Sieg. Überschattet wurde der Erfolg der Lakers durch das 16. technische Foul von Luka Doncic, dem nun eine automatische Sperre droht. Zuvor hatte er mit 33 Zählern wieder mal sein Können gezeigt. Bei Orlando erzielte Nationalspieler Tristan da Silva zwölf Punkte. Moritz Wagner kam nicht zum Einsatz.
New Orleans Pelicans 106:111 Cleveland Cavaliers
Dennis Schröder gewann mit den Cleveland Cavaliers derweil 111:106 bei den New Orleans Pelicans. Der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft erzielte von der Bank in 13 Minuten Spielzeit einen Punkt. Die Cavs bewiesen in New Orleans echte Comeback-Qualitäten. Lange Zeit sah es nach einem Heimsieg der Pelicans aus, die mit einer 12-Punkte-Führung in das letzte Viertel gingen. Doch dann drehten Donovan Mitchell (insgesamt 27 Punkte) und James Harden auf. Besonders kurios: Harden blieb in der ersten Halbzeit ohne Punkt, erzielte dann aber 20 Zähler nach dem Seitenwechsel, davon 13 im alles entscheidenden vierten Viertel.
Zion Williamson stemmte sich mit 25 Punkten (davon 15 im dritten Viertel) gegen die Niederlage, konnte das Blatt jedoch nicht wenden. Ein 15:7-Lauf der Cavs in der Endphase, gekrönt durch einen Korbleger von Max Strus, brachte Cleveland endgültig auf die Siegerstraße. Für New Orleans endete damit eine Serie von sieben Heimsiegen in Folge.
Charlotte Hornets 124:101 Memphis Grizzlies
In Charlotte zeigt die Formkurve steil nach oben: Dank 29 Punkten von LaMelo Ball, der sieben Dreier versenkte, feierten die Hornets ihren dritten Sieg in Folge. Seit dem 22. Januar hat das Team eine beeindruckende Bilanz von 21-6 vorzuweisen und klopft damit vehement an die Tür der Play-in-Plätze. Brandon Miller steuerte 22 Punkte zum ungefährdeten Heimsieg bei.
Für die Grizzlies hingegen setzt sich die Talfahrt fort. Das Team aus Memphis verlor zehn der letzten elf Spiele und fand gegen die aggressive Defensive der Hornets kein Mittel. Bereits zur Halbzeit lag Charlotte mit zwölf Punkten vorne und baute den Vorsprung im dritten Viertel durch einen 15:6-Lauf entscheidend aus, sodass die Schlussphase zum Schaulaufen wurde.
Atlanta Hawks 126:110 Golden State Warriors
Ohne ihren Star Steph Curry waren die Golden State Warriors in Atlanta völlig von der Rolle. Dyson Daniels nutzte die Gunst der Stunde und erzielte mit 28 Punkten einen Saisonbestwert. Die Hawks dominierten vor allem in der Zone und trafen in der zweiten Halbzeit fast nach Belieben, was zu ihrem zehnten Heimsieg in Folge führte.
Besonders bitter verlief der Abend für Jonathan Kuminga, der gegen sein Ex-Team lediglich zwei Punkte zustande brachte (1 von 9 aus dem Feld). Die Warriors mussten verletzungsbedingt auf eine ganze Reihe von Leistungsträgern verzichten und kassierten im dritten Viertel einen vorentscheidenden 25:5-Lauf, von dem sie sich nicht mehr erholten.
Houston Rockets 123:122 Miami Heat
Ein Spiel für die Geschichtsbücher: Kevin Durant erzielte 27 Punkte und überholte damit keinen Geringeren als Michael Jordan auf dem fünften Platz der ewigen NBA-Scoringliste. Doch das sportliche Highlight folgte erst in der allerletzten Sekunde. Nachdem ein Wurf von Durant vom Ring abprallte, tippte Amen Thompson den Ball quasi mit der Schlusssirene zum Sieg für die Rockets ein.
Dabei hatte Miami kurz zuvor das Spiel fast gedreht. Bam Adebayo lieferte mit 32 Punkten und 21 Rebounds eine Monster-Leistung ab – und das kurz nachdem er am 10. März sagenhafte 83 Punkte gegen die Wizards erzielt hatte. Am Ende reichte es für die Heat dennoch nicht, da Houston im vierten Viertel einen 15:0-Lauf hinlegte und Thompson im Chaos der letzten Sekunden am schnellsten schaltete.
San Antonio Spurs 134:119 Indiana Pacers
Die San Antonio Spurs sind derzeit kaum zu stoppen. Gegen die kriselnden Pacers feierten sie ihren 53. Saisonsieg – der beste Wert seit fast zehn Jahren. Keldon Johnson und Rookie Dylan Harper führten das Team mit jeweils 24 Punkten an, während Victor Wembanyama trotz Knöchelproblemen 20 Punkte markierte und den Gegnern mit fünf Blocks das Leben schwermachte.
Die Pacers hingegen stecken in einer historischen Krise. Mit der 16. Niederlage in Folge stellten sie einen neuen Franchise-Negativrekord auf. Dass das Team nach der Finalteilnahme im Vorjahr nun am Boden der Eastern Conference liegt, verdeutlicht den massiven Absturz, der auch durch zahlreiche Verletzungssorgen begünstigt wird.
Dallas Mavericks 131:138 (OT) Los Angeles Clippers
In Dallas herrscht tiefe Ernüchterung: Die Mavericks kassierten gegen die Clippers ihre elfte Heimniederlage in Folge – die längste Durststrecke im eigenen Stadion seit 32 Jahren. Darius Garland erwischte einen Sahnetag und führte die Clippers mit 41 Punkten und acht Dreiern zum Sieg in der Verlängerung. Kawhi Leonard steuerte 34 Punkte bei, darunter den Korb zur Rettung in die Overtime.
Die Mavericks kämpften verbissen, wobei Naji Marshall mit 28 Punkten glänzte. Doch in der Verlängerung ging Dallas die Puste aus, als Derrick Jones Jr. zwei wichtige Dreier für die Clippers versenkte. Auch Top-Rookie Cooper Flagg konnte mit 18 Punkten und vier Blocks den historischen Negativtrend in der heimischen Arena nicht stoppen.
Utah Jazz 116:126 Philadelphia 76ers
Die 76ers festigen ihren Aufwärtstrend und gewannen das vierte ihrer letzten fünf Spiele. VJ Edgecombe überzeugte mit einem Double-Double aus 22 Punkten und 13 Rebounds, während Quentin Grimes mit 26 Punkten der erfolgreichste Werfer war. Philadelphia dominierte vor allem unter dem Korb und erzielte dort beeindruckende 74 Punkte.
Utah hielt lange mit, angeführt von Ace Bailey, der 25 Punkte erzielte und defensiv mit fünf Blocks glänzte. Doch ein 12:2-Lauf der Sixers kurz vor Schluss brach den Widerstand der Jazz. Erwähnenswert war zudem das Debüt von Kennedy Chandler, der nach seiner kurzfristigen Verpflichtung sofort 19 Punkte beisteuerte.
Phoenix Suns 105:108 Milwaukee Bucks
Die Milwaukee Bucks zeigten Moral und gewannen auch ohne ihren verletzten Superstar Giannis Antetokounmpo gegen die kriselnden Suns. Ryan Rollins avancierte mit 26 Punkten und 10 Rebounds zum Matchwinner. Ein schwieriger Floater von ihm 23 Sekunden vor Schluss sorgte für die Vorentscheidung in einer bis zum Ende engen Partie.
Für die Phoenix Suns war es die fünfte Niederlage in Folge. Devin Booker erwischte einen schwachen Abend und traf nur 4 seiner 17 Würfe für magere 14 Punkte. Zwar versuchte Jalen Green mit 24 Punkten alles, doch Milwaukee rettete den knappen Vorsprung über die Zeit, obwohl sie im dritten Viertel Kyle Kuzma durch eine Verletzung an der Achillessehne verloren.
