Jonas Urbig bringe "genau die Mischung" mit, die es beim FC Bayern braucht: "Talent, Persönlichkeit und den Willen, jeden Tag weiterzulernen", so Hainer.
Urbig gilt als designierter Nachfolger von Manuel Neuer. "Die Aufgabe, einen Welttorhüter zu ersetzen, ist denkbar groß", führte der Bayern-Boss weiter aus.
Aber Urbig strahle "heute schon eine beachtliche Ruhe und Souveränität aus und hat sich auch schon in großen Spielen bewährt. Wir alle trauen ihm für die Zukunft sehr viel zu." In dieser Saison absolvierte der frühere Kölner bisher vier Pflichtspiele.

Kahn und Maier sind skeptisch
Zuletzt hatte unter anderem Ex-Keeper Oliver Kahn erste Zweifel geäußert. "Ich kann nicht sagen, ob Urbig die Qualität hat, wirklich die Nummer eins bei Bayern München zu sein", sagte Kahn bei Sky.
Urbig sei ein "großartiges Talent" und ein Torhüter, "der hier und da Unhaltbare hält und schon jetzt sehr weit ist". Aber: "Ich möchte das sehen, in dem Moment, in dem er die volle Verantwortung als Nummer eins trägt. Das ist etwas komplett anderes."
Auch Torwart-Ikone Sepp Maier hatte unlängst vor einem zu großen Hype um das Toptalent gewarnt. "Jonas Urbig ist Anfang 20, dem tut man nichts Gutes, wenn man ihn jetzt in den Himmel lobt. Da lese ich, er habe bei der Nationalmannschaft gut gehalten. Ja, was hat der denn gehalten? Ein paar Bälle, die ganz normal aufs Tor kamen! Lassen Sie den erstmal eine ganze Saison spielen, bevor Sie Lorbeeren austeilen", sagte Maier bei Münchner Merkur/tz.
Am Dienstagabend gegen den FC Arsenal darf Urbig auf einen Einsatz hoffen – der 40-jährige Neuer ist angeschlagen und gilt als fraglich.
Match-Center: Bayern vs. Arsenal
