Während Jasper Philipsen im Spurt einer großen Gruppe nach 174,7 km in Voiron triumphierte, kam der deutsche Meister Felix Engelhardt bei einem mutigen Fluchtversuch nicht durch.
Der 28 Jahre alte Philipsen – der bei fünf Massensprints völlig enttäuscht hatte – schlug ausgerechnet bei einer Etappe zu, die nicht für die Sprinter gemacht war. "Die ersten zwölf Tage waren schrecklich. Den Sieg gebe ich ans Team weiter, das nie aufgehört hat, an mich zu glauben", sagte er.
Nach einem wilden Rennen setzte sich der Gewinner des Grünen Trikots von 2023 vor dem Schweizer Mauro Schmid von Engelhardts Jayco-Team durch, der die 13. Etappe gewonnen hatte. Nach Mathieu van der Poels Erfolg vor dem ersten Ruhetag war es der zweite Etappensieg für das Alpecin-Team.
Zimmermann bester Deutscher
Bester der sehr aktiven deutschen Radprofis war Georg Zimmermann auf Rang 18. "Ich bin sehr zufrieden, wir hatten uns viel vorgenommen", sagte der frühere deutsche Meister, der im Finale seinen Lotto-Kollegen Huub Artz auf Platz sieben führte. Engelhardt hatte nach großem Kampf letztlich rund drei Minuten Rückstand.
"Wir haben vieles richtig gemacht und waren vorne dabei, die Teamtaktik ist aufgegangen, auch wenn wir gerne einen weiteren Sieg gehabt hätten", sagte Engelhardt, der lange einer Fluchtgruppe angehört hatte, in der ARD: "In meiner Spitzengruppe war ich die kleinste Kerze, da muss man realistisch sein."
Pogacar bleibt uneinholbar in Führung
Am Tag nach dem Einzelzeitfahren von Thonon-les-Bains und vor der Alpen-Trilogie mit über 10.000 Höhenmetern (die am Donnerstag mit der Bergankunft in Orcières-Merlette beginnt) hielten sich die Klassementfahrer zurück.
In der Gesamtwertung führt weiter der slowenische Topfavorit Tadej Pogacar mit 4:32 Minuten Vorsprung auf Remco Evenepoel.
