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Darts-EM: Schindler erreicht Halbfinale – Nun wartet der Littler-Bezwinger

Aktualisiert
Schindler steht erstmals im EM-Halbfinale
Schindler steht erstmals im EM-HalbfinaleSebastian Doppstadt/PDC

Deutschlands letztes Aushängeschild bei der Darts-Heim-EM, Martin Schindler hat seinen Erfolgslauf in Dortmund fortgesetzt und das Halbfinale erreicht. Die deutsche Nummer eins bezwang am Sonntagnachmittag in der Runde der letzten acht den Weltranglistenfünften Jonny Clayton aus Wales überraschend deutlich mit 10:1. Als nächstes könnte am Abend ein Duell mit Weltmeister Luke Littler warten.

"Ich bin wirklich glücklich mit meiner Performance. Das Scoring und auch die Doppel haben super funktioniert", sagte Schindler nach der Partie. Der Strausberger steht erstmals in seiner Karriere in einem Halbfinale bei einem Einzel-Major und ist nach Max Hopp 2018 der erst zweite Deutsche, dem das bei der European Championship gelingt.

Zum Match-Center: Martin Schindler vs. Jonny Clayton

Revanche für Erstrundenaus von Springer

Angetrieben von den Zuschauern in der stimmungsvollen Westfalenhalle startete Schindler stark in die Partie. Der 30-Jährige nahm Clayton früh den Anwurf ab und ging mit 4:1 in die erste Pause. Danach spielte sich der Deutsche geradezu in einen Rausch: Ein 167er-Finish zum 5:1 krönte eine Phase, in der er noch kein einziges Doppel verpasst hatte.

Clayton, der in der ersten Runde den zweiten deutschen Teilnehmer Niko Springer mit 6:3 aus dem Turnier geworfen hatte, kam trotz eines starken Averages von 98,92 Punkten kaum noch an die Doppel heran. Schindler gewann neun Legs in Folge und sicherte sich mit einem Punkteschnitt von 99,26 den Sprung ins Halbfinale.

Durch das Erreichen des Semifinals hat Schindler bereits 50.000 Pfund Preisgeld sicher und wird nach dem Turnier wieder unter den Top 20 der Weltrangliste geführt. 

Littler verpasst Halbfinale überraschend

Zu Beginn des Turniers deutete vieles auf einen dominanten Lauf von Luke Littler hin. Am Samstag hatte er noch im Achtelfinale gegen Nathan Aspinall den zweithöchsten Average der Turniergeschichte gespielt. Einen Tag später zeigte er unerwartete Schwächen. Krzysztof Ratajski gelang es diese Phase zu nutzen. Der Pole zog schnell davon und ging mit 8:2 in Führung, ehe die Nummer Eins der Order of Merrit endlich aufzuwachen wusste.

Zum Match-Center: Krzysztof Ratajski vs. Luke Littler

Doch geholfen hat dies dem 19-Jährigen kaum. Er konnte lediglich auf 9:6 verkürzen bis sein sehr gut aufgelegter Kontrahent den zweiten Matchdart nutzen konnte und sich sein Duell mit der deutschen Nummer Eins sicherte. 

Smith trifft auf Price

Das andere Halbfinale steht bereits fest. In einem hochwertigen Duell zum Start des Sonntags in Dortmund setzte sich Ross Smith mit 10:6 gegen Luke Woodhouse durchsetzen. Beide Spieler warfen im Schnitt über 100 Punkte, während sie zudem jeweils mindestens die Hälfte ihrer Doppel trafen. Beim Stand von 3:2 schnappte sich der "Smudger" gleich vier von möglichen fünf Legs und gab diesen Vorsprung nicht mehr ab. 

Im Kampf um den Finaleinzug geht es für den Engländer gegen Gerwyn Price. Der Waliser konnte Stephen Buntling deutlich mit 10:3 bezwingen. Vielleicht war Bunting ein wenig erschöpft von seinem Stadionbesuch am Samstagabend im Signal Iduna Park. Zumindest hat "The Bullet" den Beginn dieser Partie komplett verschlafen und lag blitzschnell mit 0:5 hinten. Danach hatte "The Iceman" keine Probleme damit, diesen Vorsprung über die Ziellinie zu bringen. 

Zum Match-Center: Ross Smith vs. Gerwyn Price

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